Heinz Schütte-Schrage sagt tschüss

Sommerfest der IG Metall Mittelhessen

Gießen, 07.06.2013 - Das Sommerfest der IG Metall Mittelhessen hat Spaß gemacht. Bei tollem Wetter trafen sich Betriebsräte, Vertrauensleute, Arbeitsrechtler etc. in der Cranachstr. 2 in Gießen.

Sie waren auch gekommen um unseren Kollegen und 2. Bevollmächtigten Heinz Schütte-Schrage in die Ruhephase der Altersteilzeit zu verabschieden. Mit ein bisschen Wehmut aber auch mit Freude auf den neuen Lebensabschnitt verabschiedete sich Heinz Schütte Schrage von den Kolleginnen und Kollegen der IG Metall Mittelhessen. Der 1. Bevollmächtigte Stefan Sachs bedankte sich herzlich für die gute Zusammenarbeit und den großen Einsatz den Heinz alle die Jahre für die IG Metall geleistet hat.

Im Rahmen des Sommerfestes wurde das Schild „Respekt " - Kein Platz für Rassismus" an den Eingang unsere Büros angebracht. Damit unterstützen auch wir, wie viele andere Gliederungen der IG Metall die bundesweite Aktion „Respekt ".

Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer die zum Gelingen des Sommerfestes beigetragen haben und alle die gekommen sind. Im nächsten Jahr wird es ein Neuauflage geben.

Stahlarbeiter erhalten 3 Prozent mehr

Löhne und Gehälter bei Buderus Edelstahl werden angehoben

Gießen, 07.06.2013 - Die Löhne und Gehälter für die rund 1.400 Beschäftigten bei Buderus Edelstahl in Wetzlar werden ab 1. Juni 2013 um
3 Prozent angehoben. Auf dieses Tarifergebnis haben sich die IG Metall und der Verband der Saarhütten am 29. Mai 2013 in Saarbrücken geeinigt. Außerdem gelang es der IG Metall eine Verhandlungsverpflichtung für einen verbesserten Altersausstieg der Beschäftigten zu vereinbaren. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 15 Monaten.

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen, Stefan Sachs, bezeichnet das Ergebnis als tragbaren Kompromiss. Laut Sachs bekommen nun auch die Stahlarbeiter in Wetzlar nicht nur eine Lohn- und Gehaltserhöhung. Das Ergebnis beinhalte drei Komponenten. Mehr Geld, einen verbesserten Altersausstieg und die Verdoppelung der vermögenswirksamen Leistungen für Azubis.

Der neue Tarifvertrag zum Altersausstieg soll von einer technischen Kommission bis spätestens zum 1. Juni 2014 ausgehandelt werden. Ziel ist es, die Versorgungslücke zu schließen, die durch den Wegfall der staatlichen Förderung der Altersteilzeit entsteht. Er beinhaltet den Aufbau eines Perspektivkontos der Beschäftigten und eines Demografie-Fonds durch Beiträge der Unternehmen.

Darüber hinaus wurde vereinbart, dass die vermögenswirksamen Leistungen der Azubis verdoppelt werden, wenn sie für Anlageformen der Altersvorsorge verwendet werden.

Gießen, 01. Juni 2013 - Für die ca. 38.000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Mittelhessen gibt es ab 1. Juli 2013 mehr Geld. Der Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie Hessen garantiert eine Erhöhung der Entgelte ab Juli 2013 um 3,4 und ab Mai 2014 um weitere 2,2 Prozent. Der Tarifvertrag endet nach 20 Monaten, also Dezember 2014. Die Auszubildenden-Vergütungen erhöhen sich entsprechend. Dann muss neu verhandelt werden.

Vom Tarifabschluss der IG Metall profitieren alle. Die Beschäftigten und ihre Familien. Händler, Gewerbetreibende und Kaufleute werden ihren Nutzen aus der gestiegenen Kaufkraft ziehen. Die Sozialversicherungskassen erhalten höhere Beiträge und nicht zuletzt kassiert auch der Staat mehr Lohnsteuer.

Mit den Grundentgelten und den Ausbildungsvergütungen erhöhen sich für die Beschäftigten auch die tariflichen Leistungszulagen, das Weihnachts- und Urlaubsgeld usw. In den neuen Entgelttabellen kann jede(r) Beschäftigte(r) nachsehen, mit wieviel mehr sie/er rechnen und planen kann.

Auf Wunsch senden wir diese auch gerne zu. Für Fragen stehen wir natürlich jederzeit und gerne zur Verfügung.

Exide muss wieder in den Flächentarifvertrag

250 demonstrierten für Tarifbindung

Büdingen, 15. Mai 2013 - Die IG Metall Mittelhessen hatte aufgerufen und fast alle der anwesenden Mitarbeiter/innen des Büdinger Spezialbatterienherstellers Exide Technologies - früher Sonnenschein - waren gekommen. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Demonstranten vor dem Werkstor auf 250, weil auch Freunde, Familienangehörige und Mitarbeiter vom Standort Lauterberg die Kolleginnen und Kollegen am Fuße des Vogelsbergs unterstützten.

Zorn und Wut beherrschten während der zweistündigen Aktion - im Werk selbst ging nichts mehr - die Szene. Betriebsrat und IG Metall fordern die Exide auf, wieder in den Flächentarif zurückzukehren. Die Geschäftsleitung hatte den Anerkennungstarifvertrag der den Beschäftigten die Normen der Fläche sicherte, zum 30. April 2013 gekündigt. Damit aber nicht genug, wurde von den Herren im Anzug auch gleich die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich gefordert.

Das erzeugt nicht nur Unmut bei den Beschäftigten. Man wolle sich nicht ausbeuten lassen, so Karl-Hans Milow, Betriebsratsvorsitzender. Für gute Arbeit wolle man auch guten Lohn. Das heute immer wieder vorgeschobene Argument: Man müsse konkurrenzfähig werden, sei genau so falsch wie zynisch. Niedrige Löhne garantierten eben keinen wirtschaftlichen Erfolg.

Sollte sich die Geschäftsleitung nicht in Richtung Flächentarif bewegen, werden die Aktionen weiter ausgedehnt, erklärten IG Metall und Betriebsrat unisono. Dass die Beschäftigten da mitmachen werden, steht außer Zweifel. Die wären am Liebsten schon mal durch Büdingen demonstriert, anstatt die Aktion vor dem Werkstor zu beschränken.

Mehr Geld ab 1. Juli

Das erste Tarifergebnis liegt vor

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

der Verband der Bayrischen Metallarbeitgeber (VBM) und die IG Metall haben sich in der Nacht zum 15. Mai 2013 in München auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Es ist davon auszugehen, dass dieser Tarifvertrag am morgigen Donnerstag, 16. Mai 2013, auch für Hessen übernommen wird. Dann steigen die Entgelte für die 38.000 in der Region Mittelhessen beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Metall- und Elektroindustrie um insgesamt 5,6 Prozent. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 20 Monate.

Bedanken möchten sich die IG Metall Mittelhessen, und auch ich mich ganz persönlich, bei den 2.600 Kolleginnen und Kollegen, die sich in den letzten Tagen an den Warnstreiks und Aktionen der IG Metall-Verwaltungsstelle Mittelhessen beteiligt haben. Es ist eine unumstößliche Tatsache, dass es einen Tarifabschluss, egal, wie man den persönlich bewerten mag, ohne Aktionen und Warnstreiks in und vor den Betrieben, auf den Straßen und Plätzen so nicht gegeben hätte. Dafür sagen wir herzlichen Dank.

Das Ergebnis im Einzelnen

• Für die Monate Mai und Juni gelten die bisherigen Entgelttabellen weiter.

• Ab 1. Juli steigen die Entgelte dann für 10 Monate um 3,4 Prozent.

• Zum 1. Mai 2014 steigen die Entgelte für 8 Monate um weitere 2,2 Prozent.

• Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2014.

• Keine betrieblichen Öffnungsklauseln.

Die IG Metall Mittelhessen wird das Tarifergebnis in ihren Gremien beraten und bewerten. Sie wird den Tarifabschluss, die Beteiligung in Mittelhessen und die durchgeführten Aktionen und Warnstreiks gründlich und sorgfältig analysieren und die hoffentlich notwendigen und richtigen Schlüsse für die Zukunft daraus ziehen. Dabei setzen wir weiter auf Eure tatkräftige Mithilfe.

Mit solidarischem Gruß

gez. Stefan Sachs
1. Bevollmächtigter

Aktionstag bei Schunk

Warnstreiks bei Fritz Winter, Federal Mogul und Berkenhoff

Stadtallendorf, Heuchelheim, 14.05.2013  -  Die Warnstreiks der IG Metall zur Durchsetzung der Entgeltforderung von 5,5 % in der Metall- und Elektroindustrie wurden auch heute in Mittelhessen fortgesetzt. Rund 500 Kolleginnen und Kollegen von Fritz Winter, Federal Mogul, Berkenhoff (Warnstreiks) und Schunk (Aktionstag) beteiligten sich an den Aktionen der IG Metall. Wird in den Verhandlungen heute in München kein Ergebnis erzielt, droht ein flächendeckender Streik in der Metall- und Elektroindustrie.

Fritz Winter, Stadtallendorf: Für die 350 Kolleginnen und Kollegen der Eisengießerei war es bereits der zweite Warnstreik in dieser Tarifrunde. Wieder machten sie Druck für deutlich mehr Geld.

Federal Mogul, Stadtallendorf: Die ca. 50 Kolleginnen und Kollegen des Herstellers von Gleitlagern beteiligten sich ebenfalls das zweite Mal an den Warnstreiks. Gemeinsam mit den Kollegen von Fritz Winter demonstrierten sie durch Stadtallendorf und forderten 5,5 % mehr.

Schunk, Heuchelheim: 100 Kolleginnen und Kollegen der Schunkfirmen von Heuchelheim und Wettenberg unterstützen ihre IG Metall in der Tarifrunde 2013 mit einem Aktionstag. Da für Schunk ein Firmentarifvertrag Gültigkeit hat, dieser drei Monate länger läuft, als der Flächentarifvertrag, können sich die "Schunkianer" nicht am Warnstreik beteiligen.

Berkenhoff, Huchelheim: 20 Kolleginnen und Kollegen wurden von den "Schunkianern" am Werkstor abgeholt. Gemeinsam demonstrierte man durch Heuchelheim zu Kundgebung vor dem Schunk-Hauptgebäude.

Fritz Winter und Federal Mogul

150 machten Druck in Wetzlar

Demonstration vor dem Arbeitgeberverband

Wetzlar, 13.05.2013  -  150 Kolleginnen und Kollegen machten Druck auf den Arbeitgeberverband in Wetzlar. Sie trafen sich vor Satisloh, diese stellten bei weitem die meisten Teilnehmer/innen. Dann zog man weiter zum Arbeitgeberverband "gesamtmetall".

Hier forderten die Demonstranten 5,5 % mehr Entgelt. Redner waren u.a.: Angela Banfield-Fox, Conti; Jakob Walter, Leica Microsystems und der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen, Stefan Sachs.

Die "Warnstreiker" ließen sich die gute Laune und Zielstrebigkeit weder vom Nieselregen, noch von den Auslassungen des Chefs des Arbeitgeberverbandes Mittelhessen, Herrn Hohn, vermiesen.

Streikbereitschaft in Mittelhessen steigt

Warnstreiks bei Duktus, Mahle und KAMAX

Wetzlar, Wölfersheim, Homberg, 8.5.2013  -  Während die einen nicht wissen wohin mit ihrer Kohle, müssen die Leistungsträger der Gesellschaft, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, um jeden Cent kämpfen. Die einen plagen sich jeden Tag mit der Frage, ob sie ihr Geld besser in Immobilien, im Ausland oder für Luxusgüter anlegen sollen? Die anderen müssen zusehen, wie sie das tägliche Leben für sich und ihre Lieben finanzieren. Für letztere ist eine deutliche Entgelterhöhung für Essen, Miete, Strom, Benzin und Heizung unabdingbar.

Deshalb ist die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Entgelt in der Metall- und Elektroindustrie nicht mehr als gerecht, vernünftig und wirtschaftlich richtig. Das Angebot der Arbeitgeber von 1,9 Prozent mehr wird folgerichtig in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Mittelhessen als Kampfansage denn als Angebot verstanden. Das befeuert die Streikbereitschaft.

Bei Duktus in Wetzlar kam die ganze Frühschicht zum Warnstreik heraus. Sechzig Kolleginnen und Kollegen des Röhrenherstellers in Wetzlar beteiligten sich an der Aktion der IG Metall Mittelhessen.

Bei KAMAX in Homberg gingen 350 Teilnehmer/innen vor das Tor. Bei bester Stimmung versprach man sich in die Hand: Man werde, wenn nötig weiterkämpfen. Bei einer weiteren Aktion will man den Warnstreik mit einer Demonstration durch Homberg aufpeppen.

Bei Mahle in Wölfersheim waren es, beim bereits dritten Warnstreik, wieder nahezu alle Kolleginnen und Kollegen der Mittagschicht die den Druck in der Tarifrunde 2013 durch ihre Arbeitsniederlegung auf die Arbeitgeber erhöhten.

Kampfesstimmung bei Weiss Umwelttechnik

Bereitschaft zum Streik

Lindenstruth, 7.5.2013  -  Eine gute, wenn nicht sogar sehr gute Kampfesstimmung war heute morgen während des Warnstreiks bei Weiss Umwelttechnik in Lindenstruth auszumachen. Ca. 300 Beschäftigte waren dem Aufruf der IG Metall Mittelhessen gefolgt und hatten die Arbeit niedergelegt. Auffallend viele Jugendliche waren unter den "Warnstreikern".

Zu den Streikenden sprachen: Hans Joachim Haas, Betriebsratsvorsitzender Weiss Umwelttechnik; Uwe Schmidt und Pietro Coladangelo, Betriebsratsvorsitzender und Betriebsratsmitglied bei Schunk, Heuchelheim sowie der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen, Stefan Sachs und der Gewerkschaftssekretär Uwe Wallbrecher.  

Nächstes Jahr wollen wir dabei sein

Warnstreiks sind äußerst wichtig

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Gießen, 7.5.2013  -  Die Beschäftigten von Emhart Teknologies in Gießen wollen demnächst bei den Warnstreiks mit dabei sein. Man ist die Rolle des Zuschauers bei den Tarifrunden leid. Fast jede und jeder findet es gut, wenn es mehr Geld gibt. Aber jede und jeder muss auch etwas dafür tun. Tariferhöhungen fallen nicht vom Himmel. Auf gute Argumente allein, hat die Arbeitgeberseite noch nie reagiert.

Ohne Warnstreik und die überzeugende Drohung auch richtig streiken zu können, wird keine Gewerkschaft ernst genommen - sprich: gibt es kein befriedigendes Ergebnis. Mit Warnsteiks wird auf die Arbeitgeber Druck gemacht.

Druck machen will man nächstes Jahr auch bei Emhart Teknologies in Gießen und Linden. Klar sind sich alle: Dazu brauchen wir natürlich mehr Mitglieder. Und genau darum will man sich jetzt verstärkt kümmern.

 

Kein Grund zur Zurückhaltung

Auch Emhart-Mitarbeiter für 5,5 % mehr Geld

Linden, 6. Mai 2013  -  Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Emhart Teknologies GmbH in Linden erwarten von der Tarifrunde 2013 ein deutliches Plus für sich und ihre Familien. Gerade bei Emhart Teknologies gebe es gar keinen Grund zur vornehmen Zurückhaltung. Bei der Flugblattverteilung heute morgen, gab es nur zustimmende Äußerungen zur Forderung und Haltung der IG Metall im aktuellen Tarifkonflikt. Dass mit den Warnstreiks Druck gemacht werde, auf die Arbeitgeber, sahen die allermeisten als notwendiges und legitimes Mittel an.

Warnstreik der Frühschicht bei Mahle

Die Produktion stand komplett still

Wölfersheim, 3. Mai 2013 - Ca. 100 Kolleginnen und Kollegen der Frühschicht bei Mahle Wölfersheim haben heute Mittag die Arbeit niedergelegt. Die Produktion stand komplett still. Während des zweistündigen Warnstreiks, von 12 - 14 Uhr, sprachen u.a. der Betriebsratsvorsitzende, Thomas Raupach und der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen, Stefan Sachs, zu den Streikenden.

Auch bei den Kolleginnen und Kollegen von Mahle Wölfersheim erzeugt das ärmliche "Angebot" der Metall-Arbeitgeber Wut und Entschlossenheit. Wir fordern 5,5 % mehr Entgelt und lassen uns nicht mit Almosen abspeisen, brachte es ein Kollege auf den Punkt. Stefan Sachs, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Mittelhessen  macht in so gut wie allen Betrieben der Region Mittelhessen eine hohe Streikbereitschaft aus. Die sei auch notwendig, um den Arbeitgebern eine deutliche Entgelterhöhung abzutrotzen.

Flugblattverteilung bei Pfeiffer

Mit der Tariferhöhung kann man planen

Aßlar, 3. Mai 2013  -  Im Rahmen der Tarifauseinandersetzung um höhere Entgelte in der Metall- und Elektroindusrie Hessen wurden heute morgen auch Flugblätter bei Pfeiffer Vacuum in Aßlar verteilt.

Bei Pfeiffer Vacuum war die freiwillige Zulage dieses Jahr massiv gekürzt worden. Im Gegenzug wurde beim Vacuumpumpenhersteller die Dividende für die Aktionäre drastisch erhöht. Auch dieses Beispiel bewies einmal mehr: Auf tarifliche Entgelterhöhungen kann man sich verlassen, mit ihnen kann man planen, sie sind gerechter, dafür braucht man sich nicht bei der Geschäftsleitug zu bedanken, und vor allen Dingen - IG Metall Mitglieder haben einen Rechtsanspruch darauf.

Erster Tag der Warnstreiks

Warnstreiks bei Bosch Thermotechnik, Fritz Winter & Federal Mogul

Lollar, Stadtallendorf, 2. Mai 2013  -  400 Kolleg/innen in Lollar, 510 Kolleg/innen in Stadtallendorf. Am ersten Tag der Warnstreiks zur Durchsetzung der Tarifforderung von 5,5 % mehr Entgelt in der Metall- und Elektoindustrie zeigte sich Stefan Sachs, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Mittelhessen mehr als zufrieden. Die Zahl der Warnstreikenden bei Bosch Thermotechnik, Lollar; Fritz Winter und Federal Mogul; Stadtallendorf, habe deutlich gemacht, dass die Mitglieder der IG Metall voll hinter der Tarifforderung der Metallgewerkschaft stünden.

Sie hätten gezeigt, dass sie bereit seien, für ihre berechtigten Forderungen auch auf die Straße zu gehen. Sachs forderte die Arbeitgeber auf, von ihrer Provokation - einem Angebot von 1,9 % - abzurücken und endlich ernsthaft zu verhandeln. Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie hätten eine ordentliche Entgelterhöhung nicht nur verdient, sondern auch nötig.

800 erklären sich mit den Kollegen von BTT Lollar solidarisch

Investitionen statt Arbeitsplatzabbau

Lollar, 02. Mai 2013  -  An der Demonstration für den Erhalt aller Arbeitsplätze bei Bosch Thermotechnik in Lollar beteiligten sich heute weit mehr als 300 Kolleginnen und Kollegen. Nach der Demonstration vom Werk, durch die Lollarer Innenstadt zum Festplatz konnten auf dem sich anschließenden Solidaritätsfest mehr als 800 Teilnehmer/innen und Gäste gezählt werden. Darunter die Bürgermeister aus Lollar und Staufenberg, der DGB-Regionsvorsitzende, Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus ganz Mittelhessen, wie z.B. von Schunk, Heuchelheim; Continental, Wetzlar; Pfeiffer Vacuum, Aßlar; Mahle, Wölfersheim und nicht zuletzt von Berkenhoff, Kinzenbach. Unter besonderem Beifall wurden die Kolleginnen und Kollegen von den BTT Standorten Eibelshausen, Arnstadt und Neukirchen bei Chemnitz sowie von dem Bosch-Standort, Loos aus Gunzenhausen begrüßt.

Unter dem starken Befall der Teilnehmer forderten Betriebsrat und IG Metall unisono Investitionen in die Zukunft um damit alle Arbeitsplätze zu sichern. Man war sich einig: Mit Arbeitsplatzabbau macht man keine Firma zukunftssicher.

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Für unsere Kollegen von der Eisengießerei Fritz Winter, Stadtallendorf; Mahle, Wölfersheim und Pfeiffer Vacuum GmbH in Wetzlar war die zweite Tarifverhandlung für die Metall- & Elektroindustrie Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz schnell abgehakt. Die Offerte der Metallarbeitgeber mochte keiner überhaupt als Angebot zu bezeichnen.

Arbeitgeber provozieren

Ab Mai Warnstreiks auch in Mittelhessen

Auch die zweite Verhandlungsrunde in der Metall- & Elektroindustrie für die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland am Montag in Saarbrücken ging ohne Ergebnis zu Ende. Die Arbeitgeber schlugen eine Lohnerhöhung von 2,3 Prozent vor – bei einer Laufzeit von 13 Monaten.

"Unterm Strich bedeutet das Angebot nicht einmal 2 Prozent mehr", so der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen, Stefan Sachs. "Da blieb nur eins: Ablehnen. Wir fordern nach wie vor 5,5 % und dabei bleiben wir."

Ein neuer Termin für Verhandlungen wurde nicht vereinbart. So wird es wohl schon im Mai zu Warnstreiks in den Metall- und Elektrobetrieben, auch in der Region Mittelhessen, kommen. 3.000 Metallerinnen und Metaller, darunter ca. 100 aus Mittelhessen, demonstrierten vor dem Verhandlungslokal für ihre Forderung von 5,5 % mehr Entgelt.

Bosch Thermotechnik will auch in Lollar Arbeitsplätze vernichten

"Alle Verlustbringer werden eliminiert."

In Lollar weht ein rauher Wind

Die 1.300 Mitarbeiter von Bosch Thermotechnik GmbH, Lollar, stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die Umstrukturierungspläne der Firmenleitung könnten nach Einschätzung des Betriebsrats und der IG Metall Mittelhessen mehr als 200 Kolleginnen und Kollegen den Job kosten. Bosch Thermotechnik, ein Unternehmen der Bosch-Gruppe, soll für die Zukunft aufgestellt werden. Heizkessel will Bosch künftig in Tschechien, natürlich billiger, produzieren lassen.

Personalanpassungen, wie der kühl kalkulierte Personalabbau verharmlosend genannt wird, werden dabei nicht ausgeschlossen. Wie so oft, sollen Mitarbeiter für die Versäumnisse des Managements herhalten. Ganz offenbar hat Bosch Thermotechnik wichtige Entwicklungen verpennt und es unterlassen Innovationen voranzubringen. Von einer Unternehmenskultur wie auf der Homepage der Bosch-Gruppe propagiert, kann keine Rede sein. Dort behauptet Bosch:

„Unsere Unternehmenskultur macht uns einzigartig. Sie trägt dazu bei, dass unsere Mitarbeiter stolz darauf sind, bei uns zu arbeiten. Sie stiftet außerdem einen unvergleichlichen Zusammenhalt.“

In Lollar klingen solche Sätze den Mitarbeitern wie Hohn in den Ohren. Stolz auf sein Unternehmen dürfte momentan kaum jemand der dreizehnhundert Beschäftigten sein. Zorn trifft die Gemütslage der Beschäftigten da schon eher. Zorn, Wut, Enttäuschung.

„Ganz schlechter Stil!“ heißt es unisono. Die Firmenleitung setzte aber noch einen drauf. Sie will nach eigenen Aussagen "alle Verlustbringer eliminieren." Was für eine Sprache. Wir meinen: Instinktlos, niveaulos, geschmacklos. Voll daneben.

Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall werden diese Art Restrukturierung nicht kampflos hinnehmen. Momentan wird ein Solidaritätsfest für den 2. Mai in Lollar organisiert. Der Widerstand wächst.

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Erste Tarifverhandlung in Darmstadt

Arbeitgeber provozieren

Zum Auftakt der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie Hessen trafen sich demonstrierende Metallerinnen und Metaller vor dem Maritim-Hotel in Darmstadt um für 5,5 % mehr Lohn zu demonstrieren. Auch wir Mittelhessen waren mit einigen Bussen mit dabei. Drinnen saßen Arbeitgeber und Gewerkschafter um das erste Mal über die Forderung der Gewerkschaft zu verhandeln.

Ein gellendes Pfeifkonzert, übertönt von mehreren Buhrufen, schlug einem Arbeitgebervertreter der Verhandlungsdelegation des Arbeitgeberverbandes gesamtmetall entgegen. Dieser hatte den Demonstranten zugerufen, dass mehr wie zwei oder zweieinhalb Prozent nicht drin wären, in dieser Tarifrunde.

Ganz anders die IG Metaller. Unisono waren sich alle einig. Da die Forderung eh als sehr moderat empfunden wird, müsse ein Ergebnis sehr nahe an der Forderung liegen. In dieser ersten Tarifverhandlung wird allerdings kein Ergebnis erwartet.

Ortsvorstand der IG Metall Mittelhessen erarbeitet Jahresprogramm

Arbeitnehmerinteressen vertreten

Die Stärkung der Kaufkraft zur Konjunkturbelebung - sprich deutliche Lohnerhöhungen, unbefristete Übernahme nach der Ausbildung der jungen Menschen, die Abschaffung von Leiharbeit und befristeten Arbeitsverhältnissen, wurde von den achtzehn Ortsvorstandsmitgliedern der IG Metall Mittelhessen ebenso gründlich, wie nachdrücklich und leidenschaftlich diskutiert. Im Mittelpunkt stand immer die Frage: „Wie können wir Arbeitnehmerinteressen nachhaltig und erfolgreich vertreten?“

Einig waren sich alle Ortsvorstandsmitglieder darin, dass es zu einer wirksamen Interessenvertretung auch einer hohen Akzeptanz in den Belegschaften, wie in der Gesellschaft bedarf. Die Akzeptanz in Betrieb und Gesellschaft – und damit natürlich auch die Durchsetzungsfähigkeit - wachse oder falle folgerichtig mit der Mitgliederzahl einer Organisation. Deshalb hat der Ortsvorstand die Mitgliederwerbung als zentrales Ziel der IG Metall Mittelhessen für das kommende Jahr erklärt.

Man werde künftig deutlich machen müssen, dass z.B. Lohnerhöhungen nicht oder nicht mehr mit einer wachsenden Zahl an Trittbrettfahrern zu erreichen seien, so der 1. Bevollmächtigte, Stefan Sachs.

Ein kalter Wind bläst den Metallerinnen und Metallern aus Mittelhessen nicht nur auf dem Bild hier entgegen.

Wochenendseminar zur Vorbereitung der Tarifrunde 2013

Kaufkraft stärken - Konjunktur ankurbeln

Sie alle wollen sich in der anstehenden Tarifrunde engagieren. Betriebsräte, Vertrauensleute und Jugendvertreter von Bosch Thermo Technik, Lollar; Federal Mogul, Stadtallendorf; Fritz Winter, Stadtallendorf; Monette, Marburg; Kamax-Werke, Homberg/Ohm; Schunk, Heuchelheim; Schunk Bahn- und Industrietechnik, Wettenberg.

 

Die Tarifrunde 2013 steht vor der Tür. Die IG Metall Mittelhessen will für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie eine deutliche Lohnerhöhung durchsetzen. Die Kaufkraft soll gestärkt und die Konjunktur angekurbelt werden. Während des 2tägigen Wochenendseminars zur Vorbereitung der Tarifrunde in der verdi-Bildungsstätte Gladenbach wurde von den 24 Teilnehmerinnen – Betriebsräten, Vertrauensleuten und Jugendvertretern – eingehend diskutiert wie, wann, wo und mit welchen Mitteln, including man-power, die diesjährige Tarifrunde in der Region Mittelhessen bestritten werden soll.

Von Freitag bis Samstag wurden konkrete Zeitpläne, die Kommunikation in der Region, notwendige Materialien, betriebliche und außerbetriebliche Aktionen bis hin zum Warnstreik besprochen. Absprachen wurden getroffen und Planungen begonnen. Man war sich einig darin, die Tarifrunde 2013 so sorgfältig und gründlich wie möglich vorbereiten zu wollen. Zu diesem Zwecke soll die Kommunikation und die Vernetzung untereinander verbessert werden.

Das nächste Seminar zur Vorbereitung der Tarifrunde mit Akteuren aus anderen Betrieben wird Freitag/Samstag, 1./2. März 2013 stattfinden.

Zum Vergrößern 1 x auf das jeweilige Bild klicken. (Alle Bilder: Werner Baumgärtner)

Betriebsräte-Schulung

Personalplanung nicht nur dem Chef überlassen

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Zu einem Seminar „Mitwirkungsrechte des Betriebsrats bei Personalplanung und Beschäftigungssicherung“ trafen sich Betriebsratsmitglieder aus der Region Mittelhessen. U.a. von Buderus Schleiftechnik, Aßlar; Duktus Rohrsysteme Wetzlar, Eisengießerei Fritz Winter, Stadtallendorf; Mahle, Wölfersheim; Pfeiffer Vacuum Technik, Aßlar und Weiss Umwelttechnik, Reiskirchen im Bürgerhaus Wieseck. Das zweitägige Seminar fand auf Initiative der IGM-Verwaltungsstelle Mittelhessen statt.

Während des Seminars wurden den Teilnehmer/innen rechtliche Grundlagen und Handlungsoptionen sowie deren Umsetzung im Betrieb vermittelt und diskutiert. Die Fachanwältin für Arbeitsrecht, Regina Steiner aus Frankfurt, machte deutlich, dass die Personalplanung nicht nur dem Chef überlassen werden dürfe. Jeder Betriebsrat habe einen gesetzlichen und in der Metallindustrie auch einen tariflichen Auftrag sich in die Personalplanung einzuklinken.

§ 92 BetrVG (Betriebsverfassungsgesetz) gebe den Beschäftigtenvertretungen die Möglichkeit bei Personalbedarf, Personalbeschaffung, Personalentwicklung und Personaleinsatz ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Darüber hinaus gebe es weitere Paragraphen im Gesetz, die den Betriebsräten Mitbestimmungs- und Initiativerechte sowie Unterrichts- und Beratungsrechte an die Hand gäben. Nur müssten diese auch genutzt werden. Dies geschehe leider nur sehr unzureichend.

Die Teilnehmer des Seminars verabredeten, sich künftig in Personalfragen besser und intensiver auszutauschen.

Die Verwaltungsstelle Mittelhessen

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