Warnstreik 16.05.2012
Duktus, Carl Zeiss Betriebe, Leica Microsystems u. Continental
200 Kolleginnen und Kollegen von Duktus, Carl Zeiss, Leica Microsystems und Continental traten am 16. Mai vor dem Werkstor in den Warnstreik. Rednerinnen und Redner der Betriebe unterstrichen die Bedeutung der Forderungen der IG Metall und wiesen das „Angebot“ der Arbeitgeber von 2,57% mehr Entgelt auf 12 Monate und keine Regelung bei der unbefristeten Übernahme und bei der Mitsprache bei Leiharbeit, als Provokation zurück. Sollten die Arbeitgeber in der kommenden Verhandlung kein Ergebnis vorlegen, sind weitere Aktionen zur Durchsetzung unserer Forderungen geplant.


Warnstreik 15.05.2012
Fritz Winter und Federal Mogul, Stadtallendorf
Rund 500 Kolleginnen und Kollegen von Fritz Winter und Federal Mogul legten am 15. Mai die Arbeit nieder. In einem Demonstrationszug durch Stadtallendorf mit anschließender Kundgebung auf dem Aufbauplatz, unter anderem mit Stefan Körzell, DGB-Bezirksvorsitzender, waren die beiden Betriebe bereits das 2. Mal an einem Warnstreik beteiligt. Alle Beteiligten waren sich einig, den Forderungen auch zukünftig mit Aktionen Nachdruck zu verleihen


Warnstreik 10.05.2012
Warnstreik Kamax, Homberg
Am 10. Mai legten 200 Kolleginnen und Kollegen von Kamax in Homberg die Arbeit nieder. Dies war noch langer Zeit der erste Warnstreik, der in dem Homberger Werk durchgeführt wurde. Die große Beteiligung, nicht nur bei Kamax, zeigt, dass die Kolleginnen und Kollegen die Blockadehaltung der Arbeitgeber durchbrechen und ihre Forderungen erfüllt haben wollen. Die Belegschaft bekräftigte auch ihre Bereitschaft, wieder vors Tor zu gehen, sollte kein vernünftiges Angebot seitens der Arbeitgeber erfolgen.


Warnstreik am 04.05.2012
Bosch TT Lollar, Binzel Buseck, Emhart Teknologies u. Mettler-Toledo Gießen
500 Kolleginnen und Kollegen bei Bosch TT in Lollar folgten dem Aufruf der IG Metall und legten mit ihrem Warnstreik die Produktion still. Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen von Binzel, Emhart Tucker, Schunk und Mettler Toledo zogen die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für ihre Forderungen in einem Demonstrationszug durch Lollar. Lautstark beteiligten sich alle Auszubildenden von Bosch TT an dem Warnstreik und machten deutlich, dass die unbefristete Übernahme auf jeden Fall durchgesetzt werden muss.

Warnstreik am 03.05.2012
Fritz Winter und Federal Mogul, Stadtallendorf
Am 3. Mai sind mehr als 450 Kolleginnen und Kollegen von Fritz Winter und Federal Mogul dem Warnstreikaufruf der IG Metall gefolgt. Mit einem Demonstrationszug durch Stadtallendorf und anschließender Kundgebung auf dem Marktplatz haben die Beschäftigten ihre Forderungen nach 6,5% mehr Entgelt, mehr Mitsprache bei der Leiharbeit und die unbefristete Übernahme unterstrichen. 65 Auszubildende beider Betriebe waren ganz vorne dabei und sind für ihre berufliche Zukunft und Perspektiven auf die Straße gegangen. Weitere Aktionen in beiden Betrieben wollte keiner der Beteiligten ausschließen, sollten sich die Arbeitgeber nicht bewegen.

Tarifrunde 2012
Warnstreikauftakt in Mittelhessen
Mit einem Warnstreik bei der Firma Mahle Ventiltechnik in Wölfersheim hat die Warnstreikwelle in der Verwaltungsstelle Mittelhessen begonnen. Rund 80 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf der IG Metall und kamen vors Werkstor, um für die Forderungen der IG Metall nach 6,5% mehr Entgelt, unbefristete Übernahme und mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit Flagge zu zeigen und sich auf die heiße Phase einzustimmen. In den folgenden Tagen werden weitere Aktionen in der Verwaltungsstelle folgen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen und den Arbeitgebern ein deutliches Signal für unsere Kampfbereitschaft zu demonstrieren.


Tarifrunde 2012
Wochenendeseminare zur Vorbereitung der Tarifrunde 2012

Vom 24.-25.02. und vom 09.-10.03. fanden zwei Seminare zur Tarifrunde statt. Ziel der Veranstaltungen war, mit den Betriebsräten und Vertrauenskörper einen Fahrplan zur Tarifrunde zu erstellen.
Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben: Mahle, Federal-Mogul, Schunk GmbH, Schunk Bahn- u. Industrietechnik, Bosch Thermotechnik, Kamax-Werke, Parker-Hannifin, Binzel-Schweißtechnik, Weiss Technik, Leica-Microsystems und Fritz Winter nahmen an den Seminaren teil.
Im Fokus standen die zentrale Auftaktveranstaltung am 25.04. in Gießen und die Planung der Warnstreiks nach der Friedenspflicht ab dem 28.04.2012. Es sollen in allen Betrieben Aktionsausschüsse gebildet werden, die mit der Organisation, Mobilisierung und Durchführung der Veranstaltungen beauftragt werden. Im Vordergrund stehen da Kundgebungen vor dem eigenen Betrieb, aber auch Solidaritätsbekundungen in anderen Betrieben und gemeinsame Aktionen. Viele gute Ideen entstanden an beiden Wochenenden, wie zum Beispiel: Regionale Aktionsausschüsse, gemeinsame Demos (Fahrradtour), Jugendaktionen, Erstellen eigener Transparente, betriebseigene Flyer, Ausstattungen während der Veranstaltungen etc.
Besonders hervorzuheben waren die Ideen der Jugendlichen, die sich in allen Aktionen unter dem Motto „Ja Ich Will“ zu dem Thema unbefristete Übernahme einbringen wollen.
Letztendlich bedanken wir uns bei allen Teilnehmern für die tollen Seminartage.
Eure IG Metall Mittelhessen
Auftakt Tarifrunde 2012 gemeinsam mit Ver.di am 29.02.2012
Lichtinstallation in Gießen

Tarifrunde 2012
IG Metall Mittelhessen beschließt Tarifforderung

Die IG Metall Mittelhessen hat unter dem Motto „Wir haben es verdient“ auf ihrer Funktionärskonferenz am 2. Februar im Bürgerhaus Klein-Linden ihre Forderung zur Metall- und Elektroindustrietarifrunde beschlossen. 80 Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben der Region diskutierten über den Forderungsumfang, sowie über die Notwendigkeit bei der anstehenden Tarifrunde deutlich mehr Entgelt für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Metallbranche durchzusetzen.
Große Einmütigkeit herrschte unter den betrieblichen Akteuren bei den qualitativen Forderungsinhalten: unbefristete Übernahme aller Auszubildenden und Regulierung der Leiharbeit. Die Betriebsräte und Vertrauensleute waren sich insbesondere darin einig, dass die unbefristete Übernahme durchgesetzt werden muss. Dies verhindert, dass immer mehr junge Facharbeiterinnen und Facharbeiter nach der Ausbildung in Warteschleifen hängen und sich als prekär Beschäftigte andienen müssen. Der 1. Bevollmächtigte Hans Peter Wieth machte in seinem Beitrag allerdings deutlich, dass es klare Signale aus dem Arbeitgeberlager gibt, diese Forderung kategorisch abzulehnen. Nicht zuletzt deshalb forderte Hans Peter Wieth alle Anwesenden dazu auf, die Tarifforderung der IG Metall zum Topthema in den Betrieben zu machen und aktiv mit den Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren, um damit den ersten Schritt zur Durchsetzung unserer Forderung zu vollziehen.
Aus den Betrieben gab es zur Entgeltforderung unterschiedliche Vorstellungen. Die Spanne reichte von 6% (Fritz Winter) bis 9% (Schunk). Die Vertrauensleute der Firma Mahle haben ihre komplette Belegschaft befragt und kamen bei einer guten Beteiligung zu dem Ergebnis 6,8% und mindestens 150 €. Einigkeit bestand in der Frage der Laufzeit des neuen Tarifvertrages. Die Laufzeit soll nicht länger als 12 Monate betragen.
Der 1. Bevollmächtigte Hans Peter Wieth fasste in seinem anschließenden Redebeitrag die Diskussion zusammen und stellte eine Forderung von 7% und mindestens 162 € plus den beiden qualitativen Inhalten zur Abstimmung. Die Konferenz folgte seinem Vorschlag einstimmig. Abschließend dankte er Allen für die engagierte Diskussion und erinnerte daran, dass es jetzt um die Durchsetzung unserer gerechten Forderung in den Betrieben gehen muss. „Damit müssen wir ab Morgen beginnen, denn nicht die Höhe der Forderung ist entscheidend, sondern unsere Fähigkeit sie durchzusetzen.“
Gießen,02.02.2012
Sitzung der Tarifkommission
IG Metall Tarifrunde - "Wir sind entschlossen"
Frankfurt/Friedberg. Die Tarifkommissionen der IG Metall für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland) und Thüringen haben am Mittwoch in Friedberg die Forderungsdiskussion für die rund 420.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie dieser Bundesländer geführt. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach mehr Geld, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und Regelungen zur Regulierung von Leiharbeit. Die Debatte in den Tarifkommissionen ist Grundlage für den Beschluss der Forderungsempfehlung des IG Metall-Vorstandes am 7. Februar. Die endgültige Höhe der Entgeltforderung und weitere Forderungselemente beschließen die Tarifkommissionen am 23. Februar.
IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild sagte: „Die Debatte hat gezeigt: Die Mitglieder der Tarifkommissionen sind fest entschlossen, eine spürbare und faire Erhöhung der Realeinkommen durchzusetzen.“ Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung in 2011 und der Erwartungen für 2012 sehe er für die weitere Diskussion 6 oder 6,5 Prozent als Orientierungspunkt. Einhellig vertraten die Tarifkommissionen zudem die Auffassung, die unbefristete Übernahme der Auszubildenden müsse in dieser Tarifrunde verwirklicht werden. Sie forderten die Arbeitgeber erneut auf, ihre Blockadehaltung bei den qualitativen Themen aufzugeben. „Förderungsbedürftige Schulabgänger haben das Recht auf eine Chance, Auszubildende brauchen eine verlässliche berufliche Perspektive, die Betriebe benötigen Fachkräfte, da ist die Konsequenz doch sonnenklar. Wenn die Arbeitgeber in der Mittelgruppe weiter mauern, sind wir entschlossen ihre Blockademauer einzureißen“, so Verhandlungsführer Schild.
Bereits im Vorfeld der Tarifrunde führen IG Metall und Arbeitgeberverbände Gespräche zu qualitativen Themen. Vor allem geht es dabei um die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitern in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie. Ziel ist es, Regelungen zu diesen Themen möglichst noch vor der Tarifrunde zu vereinbaren. Das nächste Tarifgespräch dazu findet am 10. Februar statt.
Tarifergebnis für die saarländische Stahlindustrie
3,8 Prozent mehr Geld, unbefristete Übernahme, Mitbestimmung bei der Leiharbeit und Altersteilzeit

Saarbrücken. Bereits in der ersten Tarifverhandlung hat die IG Metall und der saarländische Saarhüttenverband für die rund 14.000 Beschäftigten an der Saar, bei Edelstahl Buderus in Wetzlar und den Badischen Stahlwerken in Kehl ein Tarifergebnis erzielt. Es sieht eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen von 3,8 Prozent vor. Die Tariferhöhung gilt ab dem 1. März 2012, zusätzlich wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 160 Euro und für Auszubildende 60 Euro vereinbart. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 16 Monaten bis zum 31.5.2013.
Weiterhin gilt ab sofort die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden.
Der vor einem Jahr abgeschlossene Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit wird fortgesetzt. Dieser Tarifvertrag enthält die weitgehendste Regelung zur Mitbestimmung und Vergütung von Leiharbeit bundesweit.
Die bisherige Altersteilzeitregelung gilt weiter. Ab sofort werden auf betrieblicher Ebene alternative und wertgleiche Konzepte zum Altersübergang erarbeitet.
IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild erklärte: „Die heutige Kundgebung, an der rund 2.200 Stahlwerker teilnahmen, hat die Arbeitgeber offensichtlich beeindruckt. Dies ist ein gutes und faires Tarifergebnis, das nicht nur eine ordentliche Entgelterhöhung, sondern auch richtige und wichtige Regelungen für Junge, Ältere und Leiharbeitnehmer beinhaltet.“
Die Betriebsratsvorsitzende von Buderus Edelstahl, Heidi Koster, erklärte: „Wir sind besonders erfreut, dass es gelungen ist, zur Tariferhöhung eine Einmalzahlung zu erreichen und die unbefristete Übernahme ab sofort für alle Azubis sicherzustellen. Zudem garantiert der Tarifvertrag zur Altersteilzeit älteren Beschäftigten den fairen Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Ältere Stahlbeschäftigte werden auch zukünftig früher ausscheiden können.“
Tarifgespräch der Mittelgruppe
Keine Annäherung bei Übernahme und Leiharbeit
Die Tarifvertragsparteien der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland) sind am Donnerstag in Frankfurt zu einem ersten Tarifgespräch zusammengekommen, um die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten, betriebliche Einstiegsqualifizierungen für förderungsbedürftige Jugendliche sowie Mitbestimmungsrechte beim Einsatz von Leiharbeitnehmern zu erörtern.
IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild erklärte nach dem Gespräch: „Wir haben keine Annäherung erreicht. Die Arbeitgeber bauen eine Blockademauer bei der unbefristeten Übernahme und einer fairen Regulierung der Leiharbeit auf. Ihre Behauptung, dass 75 Prozent der Unternehmen übernehmen würden, verfehlt das Thema. Eine aktuelle Umfrage der IG Metall unter 2.800 Auszubildenden ergab, dass vier von fünf nur befristete Verträge erhalten. 40 Prozent der unter 25jährigen sind in sogenannten atypischen Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Schild: „Daher fordern wird, dass jeder Ausgebildete grundsätzlich nach bestandener Abschlussprüfung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen wird. Wer Fachkräfte will, kann nicht gegen die unbefristete Übernahme sein.“
Die IG Metall kündigt an, noch vor Beginn der Tarifrunde diese Themen auch verstärkt in die Betriebe zu tragen. Ziel ist es, möglichst viele betriebliche Regelungen zur unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten und Besservereinbarungen bei der Leiharbeit zu erreichen. Über die einzelnen Betriebsvereinbarungen wird auch auf der Homepage des Bezirkes unter www.igmetall-bezirk-frankfurt.de berichtet.
Die Tarifvertragsparteien verständigten sich darauf, die Tarifgespräche am 10. Februar 2012 fortzusetzen.
Präsentation zum Download
Tarifkommission 2011
Hier findet man die Präsentation von IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild, vorgetragen auf der gemeinsamen Sitzung der Tarifkommissonen Metall und Elektro am 3. Mai 2011.
Zum Herunterladen als PDF oder als Power-Point-Datei.






