Leiharbeit und Übernahme der Ausgebildeten

IG Metall kündigt Gespräche noch vor der Tarifrunde an

Aus Anlass eines Symposiums der Tarifvertragsparteien der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland) haben IG Metall und Arbeitgeberverbände heute vereinbart, noch vor Beginn der regulären Tarifverhandlungen im Frühjahr, Gespräche zur Fachkräftesicherung in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie führen. Als erster Termin wurde der 12. Januar vereinbart. Das teilte die IG Metall heute in Frankfurt mit. Die Gespräche sollen bis Mitte Februar abgeschlossen sein. Aus Sicht der IG Metall werde es um die Förderung der dualen Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie gehen, insbesondere will die Gewerkschaft die unbefristete Übernahme Ausgebildeter tarifvertraglich regeln. IG Metall Bezirksleiter Armin Schild erklärte: „Wir wollen in den vier Bundesländern, für die wir zuständig sind, die unbefristete Übernahme zum Standard machen. Wer Fachkräfte will, kann nicht gegen die unbefristete Übernahme sein, sondern muss den jungen Menschen eine sichere Perspektive bieten.“

In den Gesprächen mit den Arbeitgeberverbänden sollen zudem noch Regelungen getroffen werden, um den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Hierbei gehe es insbesondere um Schulabgänger, die bislang bei der Einstellungspraxis der Unternehmen benachteiligt waren. Hierzu zählen z.B. junge Frauen oder auch Jugendliche mit Migrationshintergrund.


Am Freitag, 16. Dezember, werden von 10 bis 13 Uhr, in Frankfurt (DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Straße) die Tarifkommissionen der Mittelgruppe und Thüringens zusammenkommen und über Themen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der anstehenden Tarifrunde beraten. Die Entgelttarifverträge der Metall- und Elektroindustrie enden zum 31. März 2012. Die IG Metall beschließt ihre Forderungen am 23. Februar 2012. Von der Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie sind in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen rund 400.000 Beschäftigte betroffen.

 

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