Mit der IG Metall sollen keine neuen Tarifverträge mehr abgeschlossen werden

Tarifflucht der KFZ Innungen in Hessen

Die Innungen des KFZ-Handwerks Hessen haben der Landesinnung das Mandat zur Verhandlung von Tarifverträgen mit der IG Metall entzogen. Damit wird es, Stand jetzt, keine Entgelterhöhungen im KFZ-Handwerk hessenweit mehr geben. Außerdem haben die Innungen beschlossen, alle Tarifverträge des KFZ-Handwerks zu kündigen.

Damit wollen die Arbeitgeber die Tariflandschaft im KFZ-Handwerk in Hessen zerstören. Knackpunkte für die Arbeitgeber sind eine angeblich mangelnde Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeit oder die Zuschläge für z.B. Samstagsarbeit. Außerdem soll der Urlaub von momentan 30 Tagen im Jahr angegangen werden.

Jetzt gilt es, gemeinsam in den Betrieben den Tarifvertrag zu verteidigen. Dazu brauchen wir gut organisierte Belegschaften, die bereit sind, mit Aktionen auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Außerdem kann man sich jetzt noch durch Mitgliedschaft in der IG Metall die Errungenschaften der Tarifverträge sichern! Wir werden weiter berichten.

Tarifbindung erhalten

Busch SE will Pfeiffer Vacuum AG komplett übernehmen

Aßlar, 22.02.2017  - Beim Vacuumpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum GmbH im mittelhessischen Aßlar ist es vorbei mit der beschaulichen Idylle. Hintergrund ist die angekündigte Übernahme der Pfeiffer Vacuum Technology AG durch das Familienunternehmen Busch SE, eine europäische Aktiengesellschaft, mit Sitz in Maulburg bei Lörrach an der deutsch/schweizerischen Grenze.

Firmenpatriarch Karl Busch gilt nicht als Freund von tariflichen Regelungen. Im Gegenteil. Sollte die Busch-Familie Pfeiffer Vacuum übernehmen und in der Folge aus dem Arbeitgeberverband austreten, droht den ca. 730 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf mittlere Sicht eine drastische Änderung ihrer Arbeits- und Entlohnungsbedingungen.

An die regelmäßigen Lohnerhöhungen haben sich alle längst gewöhnt, auf die Zahlung von tariflichem Weihnachts- und Urlaubsgeld konnten sie sich all die Jahre verlassen. Weitere tarifliche Leistungen, liebgewonnene Errungenschaften, will keiner mehr missen. Ob 30 Tage Urlaub, Mehrarbeits-, Schicht-, Sonn- und Feiertagszuschläge, die Übernahme nach der Ausbildung, Kündigungsschutz für Ältere oder die tarifliche Vorruhestandsregelung, etc. All das nehmen alle wie selbstverständlich in Anspruch. Und was noch schöner ist: Diese tariflichen Leistungen bekommen alle, ohne etwas dafür tun zu müssen. Aber damit kann es jetzt sehr schnell vorbei sein.

Ungemach droht. Neben dem schon erwähnten Austritt aus dem Arbeitgeberverband, kann auch die Eingliederung von Pfeiffer in den europäischen Konzern Busch SE für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer drastische Änderungen ihrer Arbeitsbedingungen nach sich ziehen. Und nicht zuletzt würde, wie in diesen Fällen üblich, der neue Eigner durch den Kauf von Pfeiffer Vacuum Technology AG natürlich versuchen, Synergieeffekte zu erzielen.

Mit einem Austritt aus dem Arbeitgeberverband wären alle einzelvertraglichen Zusagen auf tarifliche Leistungen definitiv sofort hinfällig. Einzig IG Metall-Mitglieder hätten weiterhin Anspruch auf tarifliche Leistungen. Das garantiert das Tarifvertragsgesetz.

Jetzt gibt es die Einen, die denken: Es wird schon nicht so schlimm kommen. Die anderen sagen sich: Es ist doch schon immer gut gegangen. Wieder andere denken: Mich wird es hoffentlich nicht treffen. Und schließlich gibt es auch welche, die sich offen oder auch hinten rum mit den neuen Eignern arrangieren, auf diese Weise ihr Schäfchen ins Trockene bringen wollen. Und nicht Wenige denken: Erst mal Abwarten!

All diese Haltungen beruhen nur auf dem Prinzip Hoffnung. Eine erfolgversprechende Strategie ist das nicht. Ganz anders das Prinzip der Solidarität. Solidarität ist die starke Kraft, die durch wechselseitige Verbundenheit und Zusammengehörigkeit Erfolge für eine gesellschaftliche Entwicklung zeichnet. Gerechtigkeit und Solidarität sind sich sehr ähnlich. Gerechtigkeit ist das Ziel und Solidarität der Weg dahin.

Es tut weh, Menschen zu erleben, die den Genuss von gewerkschaftlichen Errungenschaften wie selbstverständlich in Anspruch nehmen, sich aber gleichzeitig von dieser Organisation abgrenzen.

Es geht auch anders. Wir wollen erfolgreich sein. Erfolgreich, bei der Sicherung der Arbeits- und Entlohnungsbedingungen bei Pfeiffer Vacuum GmbH. Dafür ist ein hoher Organisationsgrad und die Bereitschaft vonnöten, für seine Rechte einzutreten. An Beidem wird derzeit gearbeitet.

Abfrage zur Arbeitszeit

Beschäftigtenbefragung 2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Beschäftigtenbefragung 2017 zum Thema Arbeitszeit läuft in den Betrieben. Wir wollen von euch wissen, was ihr zu Mobilem Arbeiten, Schichtplänen, Arbeitszeitsgestaltung, Überstunden, Flexibilität, und, und, und ... zu sagen habt. Alle Infos und den Online-Fragebogen (Nummer des Betriebes wird benötigt!) findet ihr unter dem Link:

Ehrungen für 70, 60, 50, 40 und 25 Jahre Mitgliedschaft

Jubilarfeier der IG Metall Mittelhessen

Die IG Metall Mittelhesse ehrte am 12.11. langjährige Mitglieder für 70, 60, 50, 40 und 25 Mitgliedschaft. Wir bedanken uns bei den Kolleginnen und Kollegen für ihre Treue und ihr langjähriges Mitwirken in ihrer Gewerkschaft.

In einem kurzweiligen Nachmittag gingen die Kolleginnen und Kollegen auf eine kleine musikalische und filmische Zeitreise in das Jahr ihres Eintritts. Besonders gefreut haben wir uns über die Möglichkeit, 5 Kollegen für ihre 70jährige Mitgliedschaft ehren zu können! Die IG Metall Mittelhessen wünscht allen Jubilaren weiterhin Gesundheit und bedankt sich für die Teilnahme an dem schönen Nachmittag.

Kolleginnen und Kollegen von Buderus Edelstahl mit dabei

Europäischer Stahlaktionstag in Brüssel

"No Europe without steel" - 15.000 Beschäftigte der europäischen Stahlindustrie sind am 09. November in Brüssel für die Erhaltung und Förderung umweltfreundlicher Stahlproduktion auf die Straße gegangen. Auch die Kolleginnen und Kollegen von Buderus Edelstahl in Wetzlar waren beim Stahl-Aktionstag dabei. Hier könnt ihr die Forderung unterstützen: https://www.netigate.se/a/s.aspx?s=290292X60463014X80512

Neue Plakate zum Thema Arbeitszeit

Man muss auch mal abschalten können

997 Millionen unbezahlte Überstunden haben Beschäftigte hierzulande im Jahr 2015 geleistet. Das ist nicht hinnehmbar. Die Arbeitszeit ist außer Rand und Band.  -  Geleistete Arbeit muss bezahlt werden. Auch gibt es ein Leben nach der Arbeit.

Im Rahmen der Arbeitszeit-Kampagne gibt es dazu jetzt neue Plakatreihen. Schaut Euch die Plakate an und macht die Arbeitszeitfrage im Betrieb sichtbar zum Thema. Plakate gibt es bei der IG Metall Mittelhessen.


Entwurf des Teilhabegesetzes stößt bei der IG Metall Mittelhessen auf Kritik

Schwerbehindertenvertreter verlangen Nachbesserungen

Schwerbehindertenvertreter aus der Region Mittelhessen mit Nils Bolwig, Vorstand der IG Metall (zweiter von links)

Gießen, 20.10.2016 - Was lange währt, wird endlich gut. Diese alte Volksweisheit stimmt aber nicht in jedem Fall. Die Schwerbehindertenvertreter in der IG Metall aus der Region Mittelhessen verlangen nach eingehender Diskussion in der Geschäftsstelle Gießen deutliche Nachbesserungen am geplanten Teilhabegesetz. Was da so alles geplant ist und wie es vor Ort bewertet wird, diskutierten die gewählten Schwerbehindertenvertreter mit Nils Bolwig, Ressort Arbeitsgestaltung und Gesundheitsschutz beim Vorstand der IG Metall in Frankfurt.

Bolwig stellte zu Anfang seines Vortrages die allgemeine Situation schwerbehinderter Menschen in der Arbeitswelt dar. Nach seiner Darstellung müsse die Arbeitswelt barrierefrei gestaltet werden. Schwerbehinderte litten nach wie vor unter Arbeitsmarkt-Barrieren. Und die seien hoch und hätten viele Facetten. Für schwerbehinderte Menschen sei das Risiko arbeitslos zu bleiben oder zu werden, besonders hoch. So seien 2/3 der schwerbehinderten Arbeitslosen auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen.

Die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre benachteilige schwerbehinderte Menschen besonders, so Bolwig weiter. Nur 22,4 Prozent aller Kündigungsschutzverfahren endeten im Erhalt des Arbeitsplatzes. Der deutschen Wirtschaft stellte Nils Bolwig ein schlechtes Zeugnis aus. Die Beschäftigungspflichtquote für schwerbehinderte Menschen werde angesichts der Realität in den Betrieben zur Farce. 26 Prozent oder 39.101 aller Betriebe in Deutschland beschäftigten gar keine schwerbehinderten Menschen. Sie zahlten lieber die Ausgleichsabgabe, was beweise, dass diese von 125 bis 320 Euro zu niedrig sei.

Aus all dem ergäben sich Anforderungen an den Entwurf des Teilhabegesetzes, das am 1.1.2017 in Kraft treten solle. So müsse die Freistellung von Schwerbehindertenvertretungen vereinfacht werden. Der Qualifizierungsanspruch müsse für alle SBV‘en im Gesetz verankert werden. Die Anhörungsrechte der SBV’en müssten verbindlich gestärkt werden. Bolwig verlangte die gesetzliche Verankerung des Grundsatzes: Behinderung dürfe nicht arm machen. Und letztendlich verlangte er die Erhöhung der Ausgleichsabgabe. Es könne nicht länger hingenommen werden, dass sich die Betriebe so einfach und billig von der Verpflichtung freikaufen könnten, schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen

In der von Sachkenntnis geprägten Diskussion machten die Schwerbehindertenvertreter deutlich, dass man sich als Metaller in guter Gesellschaft bei der Forderung der Nachbesserung des Bundesteilhabegesetzes befinde. Selbst der Bundesrat habe um Nachbesserungen verbindlicher Beteiligungsrechte für Schwerbehindertenvertretungen im September gebeten.

Wie sage man so schön: Das geplante Gesetz ginge zwar in die richtige Richtung, es seien aber noch Nachbesserungen notwendig, so Nils Bolwig abschließend. Dem schlossen sich ausnahmslos alle anwesenden Schwerbehindertenvertreter an.

Belegschaft kämpft für Tarifverträge

Arbeitgeber verteilt Beruhigungspillen

"Alle Räder stehen still . . ."

Niederweimar, den 20.04.2016 - Rund 40 Mitarbeiter/innen unterstützt von ca. 20 solidarischen Betriebsräten aus der Region zogen vom Kreisel Niederweimar über die Bundesstraße nach Wenkbach vor das Firmengelände und legten damit den Verkehr lahm. Um den Reißverschlusshersteller YKK Deutschland, Werk Wenkbach, zur Rückkehr in die Tarifbindung zu bewegen trugen sie ihre Forderungen auf die Straße.

YKK war zum 01.12.2015 von der Vollmitgliedschaft des Arbeitgeberverbandes in die sogenannte o.T.-Mitgliedschaft (ohne Tarifbindung) gewechselt. Dies hatte zur Folge, dass der Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie für die rund 160 Beschäftigten in Wenkbach nicht mehr gilt. Sie haben mangels Tarifbindung keinen Rechtsanspruch auf die 150 € Einmalzahlung, die 2,8 Prozent Entgelterhöhung ab 01. Juli 2016 und die 2,0 Prozent Entgelterhöhung 01. April 2017.

Die von Geschäftsführer Hiroyasu Ishizalki angekündigte Entgelterhöhung auf freiwilliger Basis wiesen die Demonstranten als allzu durchsichtiges Täuschungsmanöver und Beruhigungspille zurück. Gleichwohl betrachte man die angekündigte Erhöhung in Höhe der 1. Stufe des Tarifabschlusses schon als Erfolg der vergangenen Aktionen und Aktivitäten bis hin zum Warnstreik.

Ohne unsere Aktionen hätte der gar nichts oder auf jeden Fall weniger bezahlt, war man sich einig. „Wir bestehen auf unseren tariflichen Rechten. Ohne Tarif geht gar nichts. Wir geben keine Ruhe, bis wir die volle Tarifbindung der Metall- und Elektroindustrie wieder erreicht haben.“

Sommerfest am 8. Juli 2016 in Kleinlinden

IG Metall wird 125 Jahre

Die IG Metall wird 125 Jahre alt. Ein Grund zum Feiern! Die IG Metall Mittelhessen ladet euch am 8. Juli 2016 ab 13 Uhr ins Bürgerhaus Kleinlinden herzlich ein, um gemeinsam auf dieses Jubiläum anzustoßen. Als Programm haben wir folgendes vorbereitet:

13 Uhr          Imbiss

14 Uhr          Vortrag Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall

14:30 Uhr     Gemütliches Beisammensein mit der Band, Zauberer, Kaffee und Kuchen, Verlosung, und und und...

 

Wir bitten bis zum 5. Juli bei Regina Meißner (Regina.meissner(at)igmetall.de; Tel.: 0641 93217 17) um eine kurze Rückmeldung, wenn ihr aufs Sommerfest kommt, damit wir besser planen können.

Tarifergebnis in der Metall- und Elektroindustrie 2016

Das Tarifergebnis für die Metall- und Elektroindustrie 2016 ist da. In zwei Stufen gibt es 2,8 % und 2 % mehr Entgelt und Ausbildungsvergütungen. Nähere Informationen gibt es unter folgendem Link:

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