Warnstreiks bei Neils & Kraft

Nicht mit uns

Gießen/Wetzlar den 10.05.2012
Ca. 70 Beschäftigte folgten dem Aufruf der IG Metall Mittelhessen und nahmen an den Warnstreiks in Gießen und Wetzlar teil. Die Gewerkschaft fordert für ihre Mitglieder im Kfz-Handwerk eine Entgelt- und Ausbildungsvergütungserhöhung von 6,0 Prozent mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Arbeitgeber bieten 2,0 Prozent (ab Juli 2012) , zwei Einmalzahlungen von 100,- Euro und ab Juli 2013 weitere 1,8 Prozent (diese aber abhängig von Unternehmensergebnissen) mit einer Laufzeit von 26 Monaten. Gleichzeitig stellen sie weitere Forderungen. So sollen die Beschäftigten keine Überstundenzuschläge für Samstagsarbeit (Fünf-Tage-Woche) bekommen, die Nachtarbeitszuschläge erst ab 22.00 Uhr statt bislang 20.00 Uhr und sie sollen die 10 Prozent Zuschlag für die Teilnahme am Leistungslohn verlieren.

„Nicht mit uns“, so Stephen Maier, zuständiger Gewerkschaftssekretär. Das Kfz- Gewerbe hat 2011 insgesamt 140,7 Milliarden Euro umgesetzt, dass sind 8,2 Prozent mehr als noch in 2010. Mit dieser Mogelpackung, wollen die Arbeitgeber im Windschatten, der wirtschaftlichen Erfolge des vergangenen Jahres, hier dauerhaft zusätzliche Rendite, auf Kosten der Beschäftigten, verbessern. Für die Arbeitnehmer wird hier nicht mal die Inflationsrate ausgeglichen, so Maier.

„Für uns ist das wie ein Schlag ins Gesicht, haben wir doch mit Mehrarbeit, bei steigendem Leistungsdruck und Verdichtung, zu diesem Ergebnis beigetragen“ berichtet ein Kfz-Mechatroniker vom Standort in Gießen. Ein Auszubildender aus dem Standort Wetzlar beklagt die steigenden Benzinkosten, er müsse täglich knapp 60 km fahren. Die Beschäftigten sind sich einig, dass 6,0 Prozent mit einer Laufzeit von 12 Monaten, nicht nur gerechtfertigt, sondern auch finanzierbar sind. Sollten die Arbeitgeber am 30.05., in der nächsten Verhandlungsrunde, kein vernünftiges Angebot vorlegen, sind die Arbeitnehmer zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen bereit.

Tarifrunde 2012

Gelungener und kraftvoller Aktionstag zum Tarifauftakt in Gießen

Mehr als 2000 Metallerinnen und Metaller aus ganz Hessen stimmten sich in Gießen beim gemeinsamen Aktionstag auf die Tarifrunde 2012 in der Metall- und Elektroindustrie ein. 

Dabei zogen rund 500 Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltungsstelle Mittelhessen durch die Innenstadt und unterstrichen in der Hessenhalle gemeinsam mit den anderen angereisten Gewerkschaftern ihre Forderungen nach 6,5% mehr Entgelt, die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung und mehr Mitbestimmung bei der Leiharbeit.

„Diese Forderungen sind wirtschaftlich vernünftig und sichern den Beschäftigten einen fairen Anteil an der konjunkturellen Entwicklung“, unterstrich Armin Schild, IG Metall- Bezirksleiter des Bezirks Frankfurt, in seiner Rede und kündigte Warnstreiks ab dem 29. April an. Monika Claar, Auszubildende bei Weiss Umwelttechnik, betonte vor den 2000 TeilnehmerInnen die Notwendigkeit nach der unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung: „Wir sind die gut ausgebildeten Fachkräfte von morgen und wollen eine planbare und sichere Zukunft und Perspektiven.“ Der erste Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle Mittelhessen, Stefan Sachs, brachte die Forderung nach mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit auf den Punkt: „Egal wie wir es nennen. Zeitarbeit oder Leiharbeit. Es bleibt unterm Strich Sklavenarbeit.“ Die IG Metall wolle das Problem angehen und deshalb ihre Forderung nach mehr Mitbestimmung bei der Leiharbeit durchsetzen, so Sachs weiter. 

Mit der Tarifauftaktveranstaltung hat die IG Metall ein kraftvolles Zeichen gesetzt und ein klares Signal an die Arbeitgeber gesetzt, dass die Kolleginnen und Kollegen bereit sind, für ihre Forderungen zu kämpfen. Jetzt heißt es, gemeinsam den Schwung aus dem Aktionstag mit in die Betriebe zu nehmen und für unsere Forderungen durchzusetzen! 

31.03.2012 | IG Metall Mittelhessen wählte neue Geschäftsführung

Konstituierende Delegiertenversammlung der IG Metall Mittelhessen

Giessen Klein-Linden. - Auf der konstituierenden Delegiertenversammlung der IG Metall Mittelhessen ist am Samstag, den 31. März 2012, Stefan Sachs als neuer 1. Bevollmächtigter der IG Metall Mittelhessen gewählt worden. Der bisherige kommissarische 1. Bevollmächtigte Hans-Peter Wieth stand für eine weitere Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung. Als 2. Bevollmächtigter wurde Heinz Schütte-Schrage wiedergewählt. Aus dem Ortsvorstand ausgeschieden sind Martina Humburg, Margit Fischer, Manfred Gath, Ernst Stehl, Thomas Wittassek und Edgar Koch. Als neue Mitglieder des Ortsvorstandes wurden Angela Banfield-Fox, Danuta Kozak, Monika Claar, Jakob Walter, Winfried Görge und Martin Hilberg und gewählt. 
Für seine sehr engagierte 26 jährige Arbeit als Rechtsschutzsekretär bedankte sich Hans-Peter Wieth bei Manfred Weber, der zum 01. April in die passive Phase der Altersteilzeit wechselte. 
Stefan Sachs und Heinz Schütte-Schrage waren sich darüber einig, dass die Zeit der internen Konflikte nun Vergangenheit und die Voraussetzungen für einen Neustart hervorragend seien.
 
Der anwesende Bezirksleiter Armin Schild sprach ebenfalls von einem Neustart in Mittelhessen. Erste Aufgabe werde nun die erfolgreiche Beteiligung an der anstehenden Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie sein, so Schild weiter.
 
Zur Delegiertenversammlung im Bürgerhaus Klein-Linden waren 95 Delegierte und zahlreiche Gäste erschienen.

Stefan Sachs und Heinz Schütte-Schrage (r.)

RESPEKT

IG Metall Mittelhessen unterstützt die Initiative "Respekt"

Am 16.03.2012 brachten Betriebsratsvorsitzender Thomas Raupach und Werkleiter Lars Dohme das »Respekt!« Schild am Mahle Werk in Wölfersheim an. Fußball Weltmeisterin und Ex-Nationalspielerin Sandra Minnert als »Schirmfrau« der Initiative, der Geschäftsführer der IG Metall Mittelhessen, Heinz Schütte-Schrage sowie Bürgermeister Rouven Kötter unterstützen die Beteiligung des Werks an der Initiative.
Alle drei Persönlichkeiten waren auch bei der »Respekt!« Schildanbringung anwesend. Werkleiter Lars Dohme und Betriebsratsvorsitzender Thomas Raupach erklärten gemeinsam: »Die Zusammenarbeit und das Zusammenleben von Beschäftigten aus vielen Nationen funktioniert im Werk Wölfersheim seit vielen Jahren auf der Basis gegenseitigen Respekts. Für diesen Respekt wollen wir weiter werben.« 
Die IG Metall Mittelhessen und  der Betriebsrat des Mahle Werks Wölfersheim sowie die Werkleitung beteiligen sich gemeinsam an der Initiative »Respekt! Kein Platz für Rassismus«. Als ein öffentliches Zeichen für Fairness und Toleranz haben Werkleiter Lars Dohme und Betriebsratsvorsitzender Thomas Raupach das »Respekt!« Schild am Werktor angebracht. Sie erklären das Werk Wölfersheim damit offiziell zu einem Bereich, in dem Intoleranz, Rassismus und Ausgrenzung keinen Platz haben. 
Der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen Heinz Schütte-Schräge erklärte, dass die IG Metall es sich bundesweit zur Aufgabe gemacht hat, die Initiative »Respekt!« in die Betriebe zu tragen. »Dies gelingt im Werk Wölfersheim in eindrucksvoller Weise. Das Engagement für Gerechtigkeit und Fairness in der Arbeitswelt ist unser ureigenster Auftrag als Gewerkschaft – deshalb unterstützen wir diese Initiative.«

Eine rundherum tolle Aktion, die wir zur Nachahmung empfehlen!

Tarifrunde 2012

Gelungener Auftakt zur M + E Tarifrunde 2012

Mit einer Lichtinstallation in der Giessener Innenstadt am 29. Februar und der Demonstration am 1. Verhandlungstag der Tarifrunde 2012 am 6. März in Frankfurt hat die Verwaltungsstelle Mittelhessen die Tarifrunde 2012 eingeläutet.

Bei der mit Verdi gemeinsam durchgeführten Lichtinstallation hat die IG Metall-Jugend Mittelhessen ein „Spiel des Lebens“ durchgeführt. Dabei durchlief man nach der Ausbildung einige Abschnitte im Erwerbsleben als unbefristet übernommener Azubi und als befristet Übernommener. Hier wurde die Wichtigkeit der Durchsetzung der Tarifforderung für unbefristete Übernahme deutlich. Ein jugendlicher Mitspieler dazu: „Ich werde bald auch in einer Ausbildung sein. Da wäre es schön, Sicherheit zu haben und nach der Ausbildung fest übernommen zu werden.“ Ein Wunsch, für den die Kolleginnen und Kollegen der IG Metall kämpfen werden.

Zum ersten Verhandlungstermin in der Tarifrunde in Frankfurt kamen rund 1000 Kolleginnen und Kollegen, davon einige aus Mittelhessen, vor das Hotel und demonstrierten ihre Kampfbereitschaft für die Forderungen nach 6,5% mehr Entgelt, die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und mehr Mitsprache bei der Leiharbeit. Mit Videos hatten die Arbeitgeber ihre Weigerung der unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung damit begründet, dass man niemanden heiraten würde, den man erst seit kurzem kennt. Die IG Metall-Jugend nahm die Videos zum Anlaß und veranstaltete vor dem Hotel eine Hochzeitsmesse. Unter dem Motto “Traut Euch! Unbefristete Übernahme jetzt.“ demonstrierten die jungen Kolleginnen und Kollegen ihre Entschlossenheit zur Durchsetzung der Forderung und die Blockadehaltung der Arbeitgeber notfalls auch durch Aktionen in den Betrieben zu durchbrechen. 

 

Leiharbeit

Die IG Metall Mittelhessen und der DGB informieren bei der Leiharbeitsmesse der Agentur für Arbeit in Gießen und werden aus dem Gebäude gebeten

Gießen 14. Februar 2012 – Die IG Metall und der Deutsche Gewerkschaftsbund haben auf der von der Agentur für Arbeit veranstalteten Leiharbeitsmesse in der Kongresshalle Gießen über die Arbeitsbedingungen in der Leiharbeit informiert. „In manchen Branchen verdienen die Beschäftigten in der Leiharbeit 30-40 Prozent weniger als Festangestellte“, so Tobias Götz, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Mittelhessen. Das sei, so Götz weiter, ein untragbarer Zustand, zumal der Staat jedes Jahr  500 Mio. Euro für die Aufstockung des geringen Entgelts der Leiharbeitnehmer/-innen aufwendet.
Der Ausrichter der Leiharbeitsmesse, die Agentur für Arbeit, bat die Gewerkschafter/ -innen für die Information der Arbeitssuchenden, unter Hinweis auf das Hausrecht, aus dem Foyer vor die Tür. Eine Bitte, der die Delegation von der IG Metall und des DGB nach dem Eintreffen der Polizei Folge leistete. „Es ist schade, dass die Agentur für Arbeit uns nicht im Haus haben will und wir vor der Türe informieren mussten denn Agentur für Arbeit wird schließlich auch durch Beiträge der Arbeitnehmmerinnen und Arbeitnehmer mitfinanziert.“ Auch das zeigt wieder einmal das wir an diesen Thema dran bleiben müssen.

 

Zweites Tarifgespräch zur Übernahme und Leiharbeit

IG Metall fordert Tarifpolitik aus einem Guss

Nach dem zweiten Tarifgespräch am Freitag in Mainz verständigten sich die IG Metall im Bezirk Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) und die Arbeitgeberverbände der Mittelgruppe und Thüringen auf eine Fortsetzung der Gespräche bis Ende März (ein genauer Termin steht noch nicht fest). Die Themen Berufseinstieg förderungsbedürftiger Schulabgänger, Übernahme Ausgebildeter, Mitbestimmung bei Leiharbeit sollen dabei weiterhin im Mittelpunkt stehen. „Ziel ist es, tragfähige Lösungen für das Thema förderungsbedürftige Schulabgänger noch vor Ablauf der Friedenspflicht zu erreichen“, sagte IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild. „Damit ist klar, dass wir unserer Tarifkommission am 23.2. vorschlagen werden, die Fragen der fairen Gestaltung der Leiharbeit, die Übernahme Ausgebildeter und die Entgeltforderung zu einer Forderungseinheit zu verbinden. Sie haben gleichwertigen Stellenwert in dieser Tarifrunde. Sie sind Kernforderungen der IG Metall und lassen sich nicht voneinander trennen. Wir wollen Tarifpolitik aus einem Guss.“

Erstmalig haben die Tarifvertragsparteien der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland) und Thüringens zusammen verhandelt. Damit zählt diese Tarifregion zu den größten der Metall- Elektroindustrie in Deutschland. Sie vertritt rund 415.000 Beschäftigte in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in den vier Bundesländern. Verhandlungsführer Schild: „Der Tarifabschluss wird für Ost und West gleichermaßen gelten. Nach über zwanzig Jahren wird Ost und West in der Mitte zusammengeführt.“

Tarifrunde 2012

Forderungsempfehlung des Vorstands

Der Vorstand der IG Metall empfiehlt den regionalen Tarifkommissionen für die Tarifrunde 2012 eine Forderung nach Erhöhungen der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um bis zu 6,5 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten.

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Anti-Atom-Demos am 28. Mai

Am 28. Mai 2011 finden in 21 deutschen Städten Großdemonstrationen gegen Atomkraft statt. Im Bezirk sind Demonstrationen in Frankfurt, Erfurt, Mainz und Koblenz.

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Katastrophe in Japan

Die IG Metall ruft zur Solidarität auf und bittet um Spenden für die Menschen in Japan. Wir freuen uns über jede Spende und sorgen dafür, dass das Geld die betroffenen Gewerkschafter und ihre Familien erreicht und dort verwendet wird, wo Hilfe am nötigsten ist. Bitte überweisen Sie Ihre Spende für die Menschen in Japan an:

Kontoinhaber: IG Metall
BLZ 500 500 00, Helaba
Kontonummer 1040
Spenden-Stichwort: "Japanspende"

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