Warnstreik bei voestalpine BWG GmbH in Butzbach

"TARIFVERTRAG: Das wollen wir - Darum sind wir heute hier!"

Die Kolleginnen und Kollegen bei voestalpine BWG in Butzbach wollen endlich zurück in den Tarifvertrag! Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, legten sie am 7. November die Arbeit nieder. Mit einem kleinen Demonstrationszug zum Bürgerhaus Butzbach wurde der großen Tarifkommission im Bezirk Mitte ein Besuch abgestattet. Direkt im Anschluss ging es nach weiter zu den Kolleginnen und Kollegen am Standort in Gotha, wo der Warnstreik fortgeführt wurde.

Mario Wolf verstärkt die IG Metall Mittelhessen

Zum 01. November hat ein neuer Kollege die IG Metall Mittelhessen verstärkt. Mario Wolf kommt als Ersatz für den Kollegen Uwe Wallbrecher, der am 12. September zum ersten Bevollmächtigten der Verwaltungsstelle Betzdorf gewählt wurde.

Mario Wolf übernimmt die Jugend- und Bildungsarbeit in Mittelhessen. Der Kollege Wolf hat bisher für die Bezirksleitung in Niedersachen in einem Projekt gearbeitet. Tobias Götz ist ab sofort in der Betriebsbetreuung tätig.

Wir wünschen beiden, aber insbesondere Mario, einen guten Start für ihre neuen Aufgaben und sind uns sicher, dass beide Maßnahmen auch eine längerfristige Verstärkung für die IG Metall Mittelhessen darstellen.

Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen!

Unbefristeter Arbeitskampf bei Franklin Electric

Seit 16. Oktober befindet sich die Belegschaft von Franklin Electric aus Wittlich bei Trier im unbefristeten Arbeitskampf. Die Streikenden kämpfen gegen die Verlagerung der Produktion nach Tschechien. In dieser schwierigen Situation sind die Kolleginnen und Kollegen auf unsere Solidarität und Unterstützung angewiesen.

Aus zahlreichen Verwaltungsstellen, auch aus Mittelhessen, gab es bereits Solidaritätsbekundungen und Besuche bei der streikenden Belegschaft. Die IG Metall Mittelhessen wünscht der Beleg viel Kraft und Erfolg bei dieser Auseinandersetzung. Nähere Informationen zu diesem Arbeitskampf gibt es unter www.igm-franklin.de .

Bitte unterstützt die Kolleginnen und Kollegen bei Franklin als Betriebsräte, Vertrauensleute und Einzelpersonen und zeigt eure Solidarität mit Besuchen, Schreiben oder dem zusenden von Bannern, etc.. Hier könnt ihr eine Email zukommen lassen:

Betriebsrat(at)fele.com cc: trier(at)igmetall.de cc: roland.woelfle(at)igmetall.de

Oder ihr schickt eure Post direkt an:

IG Metall Trier
Herzogenbuscher Straße 52
54292 Trier

Zwei interessante und gut organisierte Tagesausflüge erfreuten die Teilnehmer

IG Metall-Senioren "in Fahrt"

Gießen     Für den August hatten sich die IG Metall-Senioren der Region Mittelhessen viel vorgenommen. Zwei interessante und gut organisierte Tagesausflüge wurden vom Vorstand angeboten. Rund achtzig Kolleginnen incl. Partner/innen nahmen an den Veranstaltungen teil. Am 06. August starteten die langjährigen Gewerkschaftsmitglieder mit dem Bus ins Wittgensteiner Land. Mit dabei der Organisator und Leiter der Gruppe, Siegfried Füller.

Zunächst ging es an Dillenburg vorbei durch waldreiche Täler und durch romantische Orte in denen die Fassaden und Dächer der Häuser überwiegend mit dem im Rothaargebirge abgebauten Schiefer verkleidet waren, nach Bad Berleburg.

Bei der geführten Besichtigung des Schlosses Berleburg welches seit 750 Jahren von der Fürstenfamilie Sayn-Wittgenstein Berleburg bewohnt wird, konnte man zahlreiche Bilder und Einrichtungsgegenstände sowie Kleidung, Jagdtrophäen, Kutschen und historische Waffen aus der langen Geschichte des Schlosses bewundern.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen schloss sich eine 1 ½ stündige 5- Täler-Rundfahrt durch das waldreiche Wittgensteiner Land an, auf der die Gewerkschaftssenioren sehr eindrucksvoll die Landschaft des Rothaargebirges, sowie die Historie, die Besiedlungsgeschichte bis in die Gegenwart des Wittgensteiner Landes dank der kompetenten Reiseleitung kennen lernten.

Der Nachmittag endete mit einem Wittgensteiner Waffelnachmittag, bevor man gegen 17.00 Uhr die Heimreise über Marburg/Lahn nach Gießen antrat.

Am 20. August traf man sich zu einem gemütlichen Beisammensein an dem Ufer der Lahn im Vereinslokal des Marinevereins in Gießen. Nach einer 1 ½ stündigen gemütlichen Schifffahrt auf der Lahn mit dem Schiff des Marinevereins „Schlammbeiser II“ endete der Ausflug der IG Metall-Senioren.

Die Senioren der IG Metall in gemütlicher Runde

Gütetermin am Arbeitsgericht Gießen war am 22. Juli

Versprochen und gebrochen: Schunk übernimmt trotz Betriebsvereinbarungen Auszubildende nicht unbefristet

Wegbereitend – Ideenreich – Partnerschaftlich. Das ist das Motto, dem sich die Firma Schunk in Heuchelheim verpflichtet fühlt und mit dem man der beste Arbeitgeber der Region sein will. Einen Vorgeschmack auf die verschiedenen Auslegungen des Mottos mussten die diesjährigen Sommerauslerner leider erfahren.

Trotz Regen gute Beteiligung

Stürmisches Sommerfest der IG Metall Mittelhessen

Am 11. Juli veranstaltete die IG Metall Mittelhessen am Büro in Gießen ihr Sommerfest. Trotz stürmischen Wetters ließen sich insgesamt über 60 Kolleginnen und Kollegen nicht davon abhalten, Würstchen, Getränke und Kaffee und Kuchen schmecken zu lassen. Musikalisch umrahmt wurde das Sommerfest durch die Kollegen Peter Junghans und Ferdinand Hareter, die mit ihren Gitarren einige Schmankerl zum Besten gaben. Die IG Metall Mittelhessen bedankt sich an dieser Stelle bei allen Gästen und Helfern und freut sich schon auf die Neuauflage im nächsten Jahr.

Bilder: Werner Baumgärtner

Auch in Mittelhessen gab es Aussperrungen

Film über 30 Jahre Kampf um die 35-Stunden Woche

Rund 200 Betriebe haben in Mittelhessen einen Betriebsrat gewählt

Lizenz zum Mitbestimmen

Alle 4 Jahre finden zwischen März und Mai in ganz Deutschland die regulären Betriebsratswahlen statt. In Mittelhessen wurden im Organisationsbereich der IG Metall rund 200 Betriebsratsgremien, darunter auch einige Neugründungen, gewählt. Die IG Metall Mittelhessen hat dabei die Wahlvorstände tatkräftig mit Schulungen und Beratungen untersützt. 

Durch Betriebsräte bekommen die Beschäftigten in den Betrieben die Möglichkeit, Mitbestimmung im Betrieb auszuüben. Bei Kündigungen, Einstellungen, Arbeitszeitgestaltung, Lohnfragen, etc. haben Betriebsräte Mitbestimmungsrechte und können auch durch eigene Vorschläge den Kurs im Unternehmen mitbestimmen.

Die IG Metall Mittelhessen will sich bei dieser Gelegenheit bei den Wahlvorständen für ihre geleistete Arbeit bedanken und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit den gewählten Betriebsratsgremien. Wir bieten dabei ein umfangreiches Seminarangebot für neu- und wiedergewählte Betriebsräte an. Bei Fragen und für nähere Informationen steht die IG Metall Mittelhessen gerne zur Verfügung.

IG Metall Mittelhessen reagiert auf neue Fragen in der Arbeitswelt

Wir wollen den Dialog mit der jungen Generation

Gießen.     Die Arbeitswelt wandelt sich rapide und damit die Anforderungen an die Arbeit der IG Metall. Unter dem Motto "Neue Zeiten. Neue Fragen. Zusammen für neue Antworten" zeigt die IG Metall Mittelhessen daher Gesicht: aufgeschlossen, selbstbewusst und mit einer Einladung zum Dialog. „Mit einer Plakatkampagne in Mittelhessen im Februar haben wir uns als Partner der jungen Generation präsentiert, der mit ihnen gemeinsam die Arbeitsbedingungen verbessert“, so der 1. Bevollmächtigte Stefan Sachs, beim Start der Plakataktion.

Wir wollen den Dialog mit der jungen Generation, so Sachs weiter. Deshalb haben wir großflächig Plakatwände in Ehringshausen, Gießen, Heuchelheim, Lollar, Marburg, Reiskirchen, Stadtallendorf und Wetzlar gemietet und bekleben lassen. Darüber hinaus wurden Plakate in den Betrieben zum Einsatz gebracht, Online-Werbung und Kinospots geschaltet. Viele Kolleginnen und Kollegen stellen sich Fragen der Arbeitswelt, die Freizeit und/oder die Familie betreffend. Sie wollen nicht die Welt erklärt bekommen, sondern suchen praktikable Antworten.

Laut Sachs werde man mit offen-nachdenklichen Fragen den Dialog anstoßen. Die Themenvielfalt werde aufgegriffen und in der Verwaltungsstelle Mittelhessen werde man ab sofort eine Plattform anbieten, um Maßnahmen zu bearbeiten. Unterstützend werde Jugendsekretär Tobias Götz hier tätig.

Stefan Sachs, 1. Bevollmächtigter der IGM Mittelhessen und Jugendsekretär Tobias Götz, hier bei der Präsentation der Plakataktion. (Bild: Werner Baumgärtner)
Bilder: Werner Baumgärtner

Delegiertenversammlung im Zeichen des Internationalen Frauentags

Wer die besten will, kann auf Frauen nicht verzichten

Angela Banfield-Fox

Kleinlinden.  Entgeltgleichheit, die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf sowie gute betriebliche Entwicklungsperspektiven. Kein Zweifel: Die erste Delegiertenversammlung der IG Metall Mittelhessen in 2014 im Bürgerhaus Kleinlinden stand ganz im Zeichen des Internationalen Frauentags der jedes Jahr am 08. März begangen wird. Angela Banfield-Fox, Sprecherin der IG Metall-Frauen Mittelhessen und engagierte Betriebsrätin ging in einem Redebeitrag auf die Situation der Frauen in Beruf und Gesellschaft ein. Hier ein Auszug der Rede:

Es geht um mehr als ein paar Euro.

Nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern das ganze Jahr über engagiert sich die IG Metall für und mit den Frauen. Deshalb starten wir mit dem Frauentag 2014 die bundesweite Aktion „Wer die Besten will, kann auf Frauen nicht verzichten“. Wir machen auf die Themen aufmerksam, mit denen Frauen in ihrem Arbeitsalltag konfrontiert sind. Dazu gehören Entgeltgerechtigkeit, Chancengleichheit für Frauen und Männer, die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf sowie gute berufliche Entwicklungsperspektiven. Zwar hat sich in den letzten Jahren einiges bewegt, doch nach wie vor sind die Chancen und Spielräume der Frauen in der Arbeitswelt geringer als die der Männer. Noch immer gibt es eine Entgeltlücke zwischen den Einkommen von Frauen und Männern. Viele Firmen nutzen die Potenziale ihrer weiblichen Beschäftigten nur eingeschränkt. Noch zu wenige Firmen engagieren sich ausdrücklich für Chancengleichheit.

Wir machen uns stark für die Sache der Frauen.

Und je mehr Frauen bei uns mitmachen, desto schneller kommen wir voran. Das Menschenrecht »Gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit« ist für Frauen oft nur reines Wunschdenken. Frauen bekommen im Durchschnitt 22 Prozent weniger Geld als Männer. Wenn er einen Euro bekommt, erhält sie nur 78 Cent. Der Einkommensunterschied in Betrieben mit Tarifvertrag ist geringer als in tariflosen Betrieben. Weil aber viele Frauen in Teilzeit oder in Minijobs arbeiten und oft in Branchen und kleinen Betrieben, in denen wenig gezahlt wird, ist die Entgeltlücke nach wie vor groß. Dazu kommt, dass Frauen ihre Erwerbstätigkeit für die Familie häufiger unterbrechen als Männer.

Frauen steigen aus, aber nach dem Wiedereinstieg seltener auf. Gehalt und Erwerbsjahre schrumpfen also auch wegen der schwierigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Altersarmut ist somit vorprogrammiert. Schon heute haben Frauen eine Rente von durchschnittlich nur 507 Euro in Westdeutschland bzw. 709 Euro in Ostdeutschland.

Für Entgeltgerechtigkeit können wir etwas tun: Die IG Metall, der Betriebsrat und jede Frau selbst. Deshalb mitmachen und die Forderungen der IG Metall unterstützen! Dafür setzen wir uns ein:

             > Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit

             > Ein Entgeltgleichheitsgesetz

             > Betriebliche Entgeltchecks in vielen Unternehmen

Nach dem Referat folgte eine Aussprache zu dem zuvor gegebenen Geschäftsbericht vom 1. Bevollmächtigten Stefan Sachs und dem Redebeitrag zum Internationalen Frauentag. Danach hatten die 75 anwesenden Delegierten neben den Formalien noch einen Beschluss zur Bestätigung der betrieblichen Tarifkommissionsmitglieder der Firma BFG Hessen GmbH, vormals Buderus Feinguss GmbH, in Hirzenhain zu fassen. Die Mitglieder der betrieblichen Tarifkommission wurden einstimmig bestätigt.

Betriebsratswahlen 2014

Kein Betrieb ohne Betriebsrat

Gießen – Die Betriebsratswahlen 2014 sind angelaufen. Vom 01. März bis 31. Mai 2014 finden bundesweit die turnusmäßigen Betriebsratswahlen statt. Die IG Metall Mittelhessen wirbt unter dem Motto „Deine Wahl – Deine Stimme“ für die Betriebsratswahlen 2014. "Es ist kaum zu glauben, aber es gibt doch tatsächlich noch Betriebe ohne Betriebsrat. Dabei sprechen die Fakten klar für eine wirksame Interessenvertretung. In den Bereichen für die wir tätig sind, wollen wir das in diesem Jahr ändern“, so Stefan Sachs, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Mittelhessen, auf der Pressekonferenz Ende Februar zu den Wahlen für die Arbeitnehmer-Vertretungen.

An der Pressekonferez nahmen außerdem noch die Ortsvorstandsmitglieder der IGM Mittelhessen, Angela Banfield-Fox, Continental Automotive in Wetzlar; Ali Arslan, Bosch Thermotechnik, Lollar und Martin Hilberg, Tucker GmbH, Gießen, teil. Sie berichteten darüber, warum aus ihrer Sicht die Wahlen so wichtig und wie der Stand der Vorbreitungen bei ihnen sei. Alle drei bezeichneten die zur Verfügung gestellten Materialien der IG Metall für die Betriebsratswahlen als außerordentlich hilfreich, umfassend und hervorragend aufbereitet. Auch die Beratungen, Schulungen und anderweitige Hilfen würden sehr geschätzt.

Für Stefan Sachs sprechen die Argumente klar für einen Betriebsrat. Betriebsräte sorgen für bessere Arbeitsbedingungen und sichere Arbeitsplätze. Betriebe mit Betriebsrat zahlen im Durchschnitt rund zehn Prozent höhere Entgelte. Ohne Anhörung des Betriebsrates seien Kündigungen unwirksam und bei Sozialplänen sei seine Zustimmung erforderlich. Für die IG Metall sei das Ziel klar: Kein Betrieb ohne Betriebsrat. Man wolle alle ermuntern ihre gesetzlichen und demokratischen Rechte wahrzunehmen.

Die IG Metall biete eine breite Palette an know-how, Rechtsberatung, Schu-lungen, Materialien zur Betriebsratswahl an. Diese würden auch gut genutzt, so Stefan Sachs weiter. Die von der IG Metall Mittelhessen angebotenen Wahl-vorstandsschulungen seinen so gut besucht wie noch noch nie. Bis dato hätten sich weit über hundert Wahlvorstandsmitglieder aus über 40 Betrieben der Region Mittelhessen in von der Gewerkschaft angebotenen Tagesseminaren schulen lassen. In über 120 Betrieben der Region würden die Arbeitsmate-rialien und Wahlleitfäden der IG Metall, von der CD-Rom bis hin zu Muster-formularen genutzt und angewandt.

Laut Sachs sei die wichtige Rolle der IG Metall damit aber noch lange nicht erschöpft. Berater der Gewerkschaft gingen zur persönlichen wie auch kol-lektiven Beratung und Unterstützung in die Betriebe. Die Telefon-Hotline in Gießen stehe nicht still. Die Zugriffe auf unsere Homepage www.igm-mittelhessen.de und hier speziell das Angebot für die Betriebsratswahlen fän-den großen Zuspruch.

„Betriebsratswahlen sind gelebte Demokratie im Betrieb“, sagte Stefan Sachs. In der Region Mittelhessen seien allein in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie, der Stahlindustrie, des Handwerks, der holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie sowie in der Textil- und Bekleidungsbranche ca. 86.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den nächsten drei Monaten aufgerufen ihren Betriebsrat zu wählen. Nur mit einem Betriebsrat habe man die Lizenz zum Mitspielen in den Betrieben. Der Betriebsrat habe Rechte die der einzelne Beschäftigte eben nicht habe.

Es gehe darum, dass die Beschäftigten die Arbeitsbedingungen konkret mitge-stalten und verbessern könnten. „Wenn es nicht die Beschäftigten mit ihrer Gewerkschaft tun, tut es keiner“, sagte der 1. Bevollmächtigte. Die IG Metall wolle den Anteil junger Menschen, Frauen und Angestellten in den Betriebs-ratsgremien erhöhen. In einem Betriebsrat sollte die gesamte Belegschaft repräsentiert sein.

Sachs erläuterte dass in jedem Betrieb ab fünf Beschäftigten ein Betriebsrat gewählt werden könne. Wahlberechtigt seien alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Leitungsfunktion, die das 18. Lebensjahr vollendet hätten. Leiharbeitnehmer dürften nach drei Monaten Überlassung wählen. Beschäf-tigte, die seit mindestens sechs Monaten im Unternehmen arbeiteten, dürften kandidieren. Wir wollen ermuntern zu kandidieren, zu wählen und damit die Demokratie in den Betrieben zu fördern sowie die Rechte der Arbeitnehmer zu stärken, so Sachs abschließend.

Infos zur Betriebsratswahl gebe es bei der IG Metall Mittelhessen, Cranach-straße 2, 35396 Gießen. Per mail unter mittelhessen@igmetall.de oder auf der Homepage www.igm-mittelhessen.de

IG Metall: Hilfen für Langzeitkranke bereitstellen

ausgenutzt und ausgemustert

Sabine Hüther

Krankheit, Arbeitslosigkeit, Frührente oder Hartz IV. Immer mehr Menschen werden durch den Job krank und scheiden unfreiwillig aus dem Arbeitsleben aus. Zukunft ungewiss. Meistens sind es Menschen, die jahrzehntelang brav ihren Job gemacht haben, alles für die Firma gegeben, weder auf die Uhr geschaut, noch Arbeit an Wochenenden oder Feiertagen verweigert haben. Sie waren über all die Jahre flexibel und kooperativ. Jetzt sind sie krank und werden brutal ausgemustert. Wertschätzung der Mitarbeiter sieht anders aus.

Für die IG Metall Mittelhessen ein nicht hinnehmbarer Zustand. Geht es nach dem Willen der Gewerkschafter wird der Trend umgekehrt. Kranke nicht mehr ausmustern, sondern eingliedern. Vor diesem Hintergrund trafen sich ca. 30 Betriebsräte und Schwerbehindertenvertreter, aus 18 Betrieben der Region Mittelhessen, auf Einladung der IG Metall Mittelhessen, im Bürgerhaus Kleinlinden zu einer Informationsveranstaltung „ausgenutzt und ausgemustert“. Der Input wurde von Sabine Hüther, IG Metall Bezirksleitung Mitte, aus Frankfurt, gegeben.

Laut Hüther führten wachsende Arbeitsdichte, wachsender Zeitdruck, sowie die Zunahme atypischer Arbeitszeitlagen, wie die Ausweitung der Schicht- und Sonntagsarbeit, zu einer drastischen Zunahme von Krankheiten in der Arbeitswelt. Aber anstatt den Betroffenen zu helfen, gingen die Betriebe immer mehr dazu über, Mitarbeiter, die nicht mehr mitkämen, gnadenlos auszumustern.

Die Betriebsräte der IG Metall registrierten einen drastischen Verlust an Unterstützung im Arbeitsprozess, so Hüther weiter. Der Mensch sei keine Maschine, er dürfe und könne nicht den Verwertungsprozessen betriebswirtschaftlichen Handelns unterworfen werden. Die Gewerkschaftssekretärin wandte sich gegen die praktizierte Mentalität vieler Manager, Mitarbeiter, die nicht mehr richtig in die Wertschöpfungskette passten, einfach in die Perspektivlosigkeit oder die soziale Isolation zu schicken. Es gelte künftig den Konflikt zwischen Rendite- und Kostenzielen der Betriebe und der Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitern aufzulösen.

Ziel der IG Metall sei eine menschengerechte Arbeitsgestaltung. Nicht ausmustern, sondern eingliedern, sei die Devise. Die Gewerkschaftssekretärin forderte praktikable Hilfen für die Betroffenen. Man müsse die Verhältnisse ändern, die zu Krankheit in der Arbeitswelt und zu sozialer Isolation führten.

Hüther verlangte klare Regeln für ein betriebliches Eingliederungsmanagement, Krankenrückkehrgespräche müssten da, wo es sie noch gebe, sofort eingestellt werden. In der betrieblichen Praxis müssten Hilfen für Langzeiterkrankte organisiert und bereitgestellt werden. Wenn nur noch einunddreißig Prozent aller Beschäftigten davon ausgingen das gesetzliche Rentenalter zu erreichen, sei das ein Alarmsignal, das ernst genommen werden müsse. Nicht nur die Gesundheit, auch die Würde der Beschäftigten stehe auf dem Spiel.

Die IG Metall Mittelhessen kündigte an, weiter am Thema zu bleiben. Man werde der Versammlung „ausgenutzt und ausgemustert“ weitere Informationsveranstaltungen folgen lassen, die Metallgewerkschaft werde den Erfahrungsaustausch unter Betriebsräten und Schwerbehindertenvertretern forcieren und Bildungsangebote für alle Beteiligten organisieren.

Sabine Hüther beendete ihren Vortrag mit dem Hinweis auf die von Anfang Oktober bis Ende November stattfindenden Schwerbehindertenwahlen und rief zu einer starken Beteiligung auf.

Beruf oder Berufung?

Betriebsrat: Für die einen ist es Beruf, für die anderen Berufung. Klar ist, nur engagierte Betriebsräte vertreten die Interessen ihrer Belegschaft mit Erfolg.

Die Vorbereitungen für die bundesweiten, von Anfang März bis Ende Mai stattfindenden, turnusmäßigen Betriebsratswahlen laufen auf Hochtouren. Auch in der Region Mittelhessen. Einige konnten/mussten aus den unterschiedlichen Gründen schon vorher wählen. Hier stellen wir fünf Betriebsräte vor.

Wieland Zimmermann

Die Belegschaft der OPTIMA Pharma GmbH in Gladenbach-Mornshausen hat im letzten November ihren sieben-köpfigen Betriebsrat gewählt.

Am Standort in Gladenbach-Mornshausen arbeiten ca. 100 Mitarbeiter, die hauptsächlich Gefriertrocknungsanlagen entwickeln und herstellen. Lange Zeit gab es nur in Schwäbisch-Hall, dem Hauptsitz des Unternehmens einen Betriebsrat. Auf die Dauer war das keine praktikable Lösung.

Wir hatten vor Ort keine Ansprechpartner, auch wollte die Belegschaft endlich eine eigenständige Vertretung. Wir wollten mitreden, mitbestimmen. Für die vielen kleinen und großen persönlichen Probleme der Mitarbeiter braucht man einen den man kennt, der jederzeit greifbar ist. Die Wahl hat recht gut geklappt.

Jetzt machen wir unsere ersten Schritte, die IG Metall unterstützt uns dabei.

Andreas Wittich

Die KAMAX Tools GmbH, mit Sitz in Homberg/Ohm wurde im Juli 2013 aus dem Stammwerk zu einer eigenständigen GmbH mit 85 Mitarbeitern ausgegliedert.

Dadurch musste für KAMAX-Tools ein eigenständiger Betriebsrat gewählt werden. Nun haben wir ein fünf-köpfiges Gremium das sich um die Belange der Mitarbeiter kümmern wird. Die Ausgliederung hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, einen Betriebsrat zu haben.

Nur mit einem Betriebsrat kannst Du bei Abspaltungen, Ausgliederungen, Aufspaltungen der Firmen mitreden. Der einzelne Mitarbeiter hat da keine Rechte. Nun geht es darum, den ganzen Betriebsrat fit zu machen, für die vielfältigen und unterschiedlichen Aufgaben die wir haben.

Ein erstes Seminar hat die IG Metall Mittelhessen für uns bereits organisiert. Da haben wir alle teilgenommen.

Maik Burkert

Der Bereich Facility-Management zeichnet sich traditionell noch nicht durch großes gewerkschaftliches Engagement aus. Mitarbeitervertretungen, sprich Betriebsräte, gibt es noch lange nicht überall. Dementsprechend sind die Löhne nicht besonders hoch, die Arbeitsbedingungen sind gegenüber anderen Branchen, wie die der Metall- und Elektroindustrie, noch verbesserungsbedürftig.

Der Dienstleister ISS Facility Services mit Sitz in Marburg,ca. 66 Mitarbeiter, hat seit November 2013 einen Betriebsrat. Er gehört zur ISS Facilitys Gruppe mit Sitz in Düsseldorf. Diese beschäftigt bundesweit ca. 11.500 Mitarbeiter.

Der Betriebsrat in Marburg, jetzt erstmals gewählt, besteht aus fünf Mitgliedern. Diese haben in den nächsten Jahren noch viel zu tun. Wir versuchen jetzt erst mal den Kontakt zur Belegschaft herzustellen und zu erfahren, wo die Kollegen der Schuh drückt. Wir wollen uns schulen und lernen wie wir am besten die Interessen der Mitarbeiter vertreten können.

Die IG Metall ist uns da ein qualifizierter, erfahrener Partner, der viel zu bieten hat.

Stefano DiLena

Seit April 2013 sind die zwei Buderus Edelstahl-Betriebe in Wetzlar wieder zur Buderus Edelstahl GmbH mit ca. 1.600 Mitarbeitern verschmolzen. Zuletzt wurde die Buderus Edelstahl Schmiedetechnik mit rund 270 Mitarbeitern von der großen Edelstahl GmbH aufgenommen. Damit hörte unser Betriebsrat bei der Schmiedetechnik auf zu existieren. Wir mussten insgesamt neu wählen.

Es galt darauf zu achten, dass die Interessen der ca. 270 Kollegen der Schmiedetechnik nicht unter die Räder kamen und die Eingliederung in die größere Firma nicht mit Nachteilen für unsere Leute vonstatten ging. Heute sind wir angemessen im neuen Betriebsrat der Buderus Edelstahl vertreten. Wir wachsen jetzt zu einer Belegschaft und zu einem Team zusammen. Die Tarifbindung wurde erhalten, die Rechte der Kollegen gesichert.

Für mich steht fest: Ohne Betriebsrat und ohne IG Metall wär das alles nicht so gelaufen.

Harald Schmidt

Wir von Wo & Wo Sonnenlichtdesign GmbH, Rollladenhersteller in Frielendorf (Schwalm-Eder-Kreis), erleben gerade eine schlimme Zeit. Unsere Belegschaft wurde von ca. 77 Mitarbeitern auf nur noch 11 heruntergefahren.

Dass wir den Verlust der Arbeitsplätze durch einen Sozialplan und Interessenausgleich abfedern konnten ist auch der Tatsache geschuldet, dass wir einen Betriebsrat haben.

Wir haben mit Hilfe und kompetenter Unterstützung der IG Metall in Mittelhessen zwar nicht jeden Arbeitsplatz retten können, aber für die Kollegen doch einiges erreicht. Ich werde auf jeden Fall bei den nächsten Wahlen kandidieren.

In den letzten Monaten haben wir eines gelernt: Betriebsrat und IG Metall – gemeinsam ist mehr drin.

Ein neues Jahr hat begonnen. Und unabhängig von den Vorhaben der neuen Bundesregierung stehen bereits einige Neuerungen und Gesetzesänderungen für das Jahr 2014 fest.

Wir geben einen ersten Überblick, was auf die Beschäftigten im Neuen Jahr zukommt.

 

Sozialabgaben: Beiträge steigen

Ab 2014 müssen Arbeitnehmer, die mehr als 3.937 Euro im Monat verdienen, bei den Sozialabgaben spürbar draufzahlen. Die Beitragsgrenze in der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt im Westen um 150 Euro auf 5.950 Euro Bruttomonatseinkommen. In Ostdeutschland gibt es eine Erhöhung um 100 Euro auf 5.000 Euro.

Die in der Kranken- und Pflegeversicherung für ganz Deutschland geltende einheitliche Beitragsbemessungsgrenze steigt um 112,50 Euro auf 4.050 Euro vom Monatsbrutto. Und der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung liegt bei 15,5 Prozent, wovon die Arbeitnehmer 8,2 Prozentpunkte zahlen und die Arbeitgeber 7,3 Punkte

Wer es genau wissen will: Die neuen Bemessungsgrenzen für 2014 gibt es auf den Internetseiten der Bundesregierung im Überblick.

Mehr Geld für Leiharbeiter

Für die rund 800.000 Leiharbeiter in Deutschland gibt es mehr Geld. Laut Tarifergebnis, auf das sich Gewerkschaften und Zeitarbeitsverbände im Herbst einigten, steigt das Grundentgelt für Leiharbeitnehmer ab 1. Januar in drei Stufen um insgesamt 9,6 Prozent im Westen und 12,8 Prozent im Osten.

Der Mindestlohn erhöht sich ebenfalls drei Mal: In der ersten Stufe ab 1. Januar 2014 auf 8,50 Euro im Westen. Danach auf 8,80 Euro zum 1. April 2015 und auf 9 Euro zum 1. Juni 2015. Im Osten steigt der Mindestlohn ebenfalls in der Laufzeit auf 8,50 Euro. Der Lohnunterschied zwischen Ost und West wird dabei deutlich reduziert. Mehr zur verbesserten Einkommenssituation für Leiharbeitnehmer kann man auf unseren Internetseiten nachlesen.

Kurzarbeitergeld auch in 2014

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) wird die auf 12 Monate verlängerte Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes bis Ende 2014 beibehalten. Sie gilt für Arbeitnehmer, deren Anspruch bis zum 31. Dezember 2014 entsteht. Diese Option gibt Arbeitgebern wie Arbeitnehmern mehr Sicherheit, sollte sich die wirtschaftliche Lage im Jahr 2014 verschlechtern. Kinderlose Beschäftigte erhalten 60 Prozent der Nettoentgeltdifferenz. Beschäftigte mit mindestens einem Kind erhalten 67 Prozent. Weitere Informationen rund um das Kurzarbeitergeld gibt es auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit.

Bildungsprämie nutzen

Gute Nachrichten aus dem Bildungsministerium: Die Bildungsprämie für Arbeitnehmer wird bis zum 30. Juni 2014 verlängert. Voraussetzung für die Unterstützung ist, dass das zu versteuernde Einkommen des Antragstellers nicht mehr als 20 000 Euro beziehungsweise 40.000 Euro (gemeinsame Veranlagung) beträgt. Dann übernimmt der Staat nach einer verbindlichen Beratung zur Hälfte die Gebühren für Weiterbildungskurse und Prüfungen. Die Höchstförderung beträgt 500 Euro. Mehr Infos unter bildungsprämie.info

Neues für Pendler und Dienstreisende

Arbeitnehmer, die für ihre Firma auswärts unterwegs sind, können sich freuen, denn am 1. Januar gilt ein neues Reisekostenrecht. Für kurze Dienstreisen gibt es deutlich mehr Geld. Vereinfacht wurden auch die Pauschalen für höhere Verpflegungskosten auf Dienstreisen - und zwar zu Gunsten der Beschäftigten. Wer zwischen acht und 14 Stunden unterwegs war, fiel bisher unter die Pauschale von sechs Euro, künftig sind es 12 Euro. Für die An- und Abreisetage gilt künftig zudem immer eine Pauschale von 12 Euro. Die neuen Regeln und Pauschbeträge zeigt unser Ratgeber "Reisekostenrecht".

Höheres Arbeitslosengeld II

Wer die Grundsicherung Arbeitslosengeld II empfängt, bekommt ab Januar 2014 mehr Geld. Die Regelbedarfssätze steigen wie folgt: Alleinstehende und Alleinerziehende erhalten monatlich 391 Euro - neun Euro mehr als bisher. Ehegatten bekommen 353 Euro, bislang lag dieser Satz bei 345 Euro. Für Kinder zahlt der Staat je nach Alter zwischen 229 und 313 Euro pro Monat und damit fünf bis sieben Euro mehr als 2013. Auch wenn für die Betroffenen jeder Euro zählt, dürften diese geringfügigen "Erhöhungen" lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein sein.

Freibetrag bei der Steuer steigt geringfügig

Arbeitnehmer werden geringfügig entlastet. Der steuerliche Grundfreibetrag steigt für Ledige von 8.130 auf 8.354 Euro. Werden die Ehegatten zusammen veranlagt, erhöht sich der Grundfreibetrag auf 16.708 Euro.

Die elektronische Gesundheitskarte kommt

Die bisherige Krankenversicherungskarte wird zum Jahreswechsel ungültig: Ab 1. Januar 2014 öffnet nur noch die elektronische Gesundheitskarte mit einheitlichem Logo, Chip und Foto die Tür zum Behandlungszimmer. Wer noch keine hat, sollte dringend mit seiner Krankenkasse Kontakt aufnehmen. Ausführliche Informationen zur neuen Gesundheitskarte gibt es auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit.

Schecks im Wert von 2.640 Euro übergeben

IG Metall spendet für kranke Kinder

Der 1. Bevollmächtigte, Stefan Sachs, bei der Übergabe der Spendenschecks

 

Wetzlar-Nauborn (hp). Stefan Sachs, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Mittelhessen, hat Ende November im Schützenhaus in Nauborn je 1.320 Euro an Romy Brandes von der Bärenherzstiftung für schwerstkranke Kinder, und Bärbel Ziegeldorf, von der Elternhilfe für Kinder mit Rett-Syndrom, übergeben.

"Wir haben in diesem Jahr bundesweit unter der Überschrift 'arbeitssicher und fair' eine Umfrage gemacht, die Aufschlüsse zu Fragen zu Rente, Gesundheit und Arbeitszeit gibt", erläuterte Sachs zum Hintergrund. Als Anreiz für die Teilnahme hat die Gewerkschaft pro ausgefülltem Fragebogen einen Euro zur Unterstützung karitativer Zwecke ausgelobt. 514.000 Teilnehmer haben die 20 Fragen beantwortet und damit mehr als eine halbe Million Euro an Spendengeldern ermöglicht, die von den 155 IG Metall-Verwaltungsstellen vor Ort weiter gegeben werden. "In unserer Region waren es 2.500 Teilnehmer und wir haben mit den Ortsverbandsvorsitzenden eine Auswahl getroffen", so Sachs.

Die beiden Damen bedankten sich für die stattliche Summe zum Wohle der Kinder, müssen sich ihre Einrichtungen doch größtenteils aus Spendengeldern finanzieren. Brandes erzählte von den beiden Kinderhospizen in Wiesbaden und Leipzig und dem Kinderhaus Laufenselden, die von der Bärenherz-Stiftung unterstützt werden. "Unsere Stiftung besteht seit 2003 und fördert Einrichtungen zur Entlastung von Familien mit Kindern, die unheilbar erkrankt sind und nur eine begrenzte Lebenserwartung haben." Unheilbar kranken Kindern einen menschenwürdigen Abschied aus dem Leben zu ermöglichen und den leidgeprüften Eltern Beratung, Entlastung, Beistand und Trost zu geben, ist das Ziel.

Im Kinderhaus in Laufenselden könnte auch die Familie von Anne Ziegeldorf Entlastung finden. Die Dauerpflegeeinrichtung bietet auch Kurzzeitpflegeplätze zur Entlastung von Familien mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit schweren, mehrfachen Behinderungen und unheilbaren Erkrankungen.

Dazu gehört auch das Rett-Syndrom, eine genetisch verursachte Erkrankung mit der Folge einer schweren geistigen und körperlichen Behinderung, die fast ausschließlich Mädchen betrifft. Nach normaler Schwangerschaft sind zunächst keine besonderen Auffälligkeiten zu erkennen - erst zum Ende des ersten Lebensjahres kommt es zum Verlust erworbener Fähigkeiten, insbesondere des Sprechens. Später kommt eine innere Zurückgezogenheit, ein vermindertes Kopfwachstum, der Verlust sozialer Kontaktfähigkeiten und eine erhebliche Störung der Sprachentwicklung dazu.

Typische Begleiterscheinungen sind Handstereotypien wie reiben, ringen oder kneten, Skoliose, Epilepsie und Atmungsauffälligkeiten. Die Diagnose erfolgt klinisch, also anhand der Symptome. Erst dann kann in einem Gentest das MCP2-Gen untersucht werden, das in den meisten Fällen eine Mutation aufweist. "Für die Kinder wie für die Familien ist die Behinderung eine große Belastung", weiß Bärbel Ziegeldorf.

Unter www.rett.de und www.baerenherz.de gibt es mehr Informationen über die beiden Spendenempfänger.

Koalitionsvertrag

Kleine Schritte in die richtige Richtung

Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban

Kleinlinden, 30.11.2013     In der Bewertung des gerade unterzeichneten Koalitionsvertrages zwischen CDU/CSU und SPD waren sich die ca. 70 Delegierten der IG Metall Verwaltungsstelle Mittelhessen und ihr Vorstandsmitglied, Hans-Jürgen Urban, an diesem grauen Samstag im November einig. Kleine Schritte in die richtige Richtung sind vereinbart. Aber als Metaller kann man lange nicht zufrieden sein. Weiter bedarf es beharrlichen Drucks und Überzeugungskraft für eine arbeitnehmerfreundliche Politik.

Hans-Jürgen Urban, im Vorstand der IG Metall für Sozialpolitik zuständig, referierte über den Koalitionsvertrag aus Sicht der Gewerkschaften. Gegenüber dem Ist-Zustand seien bei der Rente, beim Mindestlohn, bei der Versorgung Kranker und in der Pflegeversicherung Verbesserungen erzielt worden.

Trotzdem werde die IG Metall weiter ihre Forderungen auch einer großen Koalition in Berlin vortragen. Hier nannte er Beispiele: Die Rente mit 67 sei nach wie vor unakzeptabel. Die IG Metall fordere einen fairen Altersausstieg. Dieser müsse einen abschlagsfreien Rentenzugang für langjährig Versicherte und eine Wahlmöglichkeiten beinhalten.

Urban forderte die Delegierten auf, in ihrem Engagement für eine solidarische Reformpolitik nicht nachzulassen, denn ein Koalitionsvertrag sei noch lange kein Gesetz. Es bestehe die reale Gefahr, dass auch kleine Verbesserungen von seiten der Wirtschaftsliberalen wieder gekippt würden.

IG Metall Mittelhessen ehrt 780 langjährige Mitglieder und sagt: Danke!

Erkämpfte Arbeitnehmerrechte verteidigen

Jürgen Peters

Kleinlinden, 09. November 2013 – Die IG Metall Mittelhessen dankte und ehrte am Samstag insgesamt 780 Kolleginnen und Kollegen für 25, 40, 50, 60, ja sogar jeweils eine 80 und 85jährige Mitgliedschaft in der IG Metall. Der 1. Bevollmächtigte der IGM Mittelhessen, Stefan Sachs, und der ehemalige Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, nahmen persönlich die Ehrungen vor, dankten und beglückwünschten die Jubilare für ihre langjährige Treue zur Gewerkschaft und ihre Unterstützung in so manchem Konflikt und Tarifauseinandersetzung.

Stefan Sachs machte deutlich, dass eine wirksame Interessenvertretung der Arbeitnehmer zu jeder Zeit aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter erfordere. Ausruhen auf Erreichtem genüge eben nicht. Sich in der IG Metall zu engagieren bleibe modern, mache sogar Spaß und bringe jede Menge Vorteile für sich und andere.

Zu einer Zeitreise durch die letzten acht Jahrzehnte geriet das Referat von Jürgen Peters. Gespannte und erwartungsvolle Stille machte sich im Saal während der Ausführungen des ehemaligen Vorsitzenden der IG Metall breit. Die Erfahrung habe uns gelehrt, so Peters, dass erkämpfte Arbeitnehmerrechte immer wieder neu verteidigt werden müssten. Man habe in der Vergangenheit, auch dank der tätigen Mithilfe so mancher Anwesenden im Saal, viel erreicht. Beispielsweise sei es der IG Metall gelungen den Arbeitgebern anständige Löhne abzutrotzen, für erträgliche Arbeitszeiten zu sorgen, oder z.B. auskömmliche Renten zu sichern.

Heute stehe alles wieder auf der Tagesordnung. Konservative Kräfte in der Bundesrepublik versuchten das Rad wieder zurückzudrehen. Peters ermunterte die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter Erreichtes zu bewahren und den Sozialstaat weiter auszubauen. Löhne, Arbeitszeiten, die paritätischen sozialen Sicherungssysteme, die Mitbestimmung u.v.m. seien heute wieder zentrale Konfliktthemen.

Nichts wurde uns geschenkt, so Peters abschließend, aber im Vertrauen auf die Richtigkeit unserer Sache haben wir gemeinsam viel erreicht.

Kulturell begleitet wurde die mehr als dreistündige Veranstaltung musikalisch vom Duo Manfred Pohlmann und Dirko Juchem aus Frankfurt sowie den ca. 30 Kollegen des Männer-Chors der Firma Weiss Umwelttechnik in Lindenstruth.

Bilder: Werner Baumgärtner

Die IG Metall Mittelhessen bedankt sich bei den Jubilaren

Wer das jeweilige Bild in Originalgröße sehen möchte, klickt einmal auf das gewünschte Foto.

Info-Stand in Marburg, Marktplatz

Einschüchtern, drohen, mobben, Druck ausüben

Marburg, 26.10.2013   Am Samstag verteilten Betriebsräte und Beschäftigte vom Autohaus Schwitalla GmbH sowie Kolleg/innen der IG Metall mit Unterstützung des DGB Mittelhessen auf dem Marburger Marktplatz Flugblätter der IG Metall Mittelhessen, um über die Situation der Beschäftigten beim Citroen-Händler zu informieren.

Viele der Passanten zeigten sich erschüttert und empört, wollten nicht glauben, dass so etwas heutzutage noch möglich sei. Sie ermunterten die Beschäftigten weiter für ihre Rechte zu kämpfen.

Nachfolgend veröffentlichen wir Auszüge aus dem verteilten Flugblatt. Darin heißt es:

"Würden Sie in einem Autohaus ein Auto kaufen, reparieren lassen oder den dort angebotenen Service in Anspruch nehmen, wenn in diesem Autohaus geltende Gesetze und Tarifverträge missachtet und gebrochen, Mitarbeiter durch eine Detektei bespitzelt sowie unliebsame Betriebsräte fristlos gefeuert werden?

Wir meinen: Nein! Zu solch einem Autohaus und seinem Inhaber, kann man kein Vertrauen haben, da möchte man sein sauer verdientes Geld nicht guten Gewissens investieren. Man kann und muss erwarten können, dass Gesetze und Regeln auch dort eingehalten werden. Auch im Arbeitsleben gibt es Regeln. Arbeitnehmer und Arbeitgeber schließen einen Arbeitsvertrag. Auf die darin gemachten Zusagen müssen sich beide verlassen können.

Vom Arbeitnehmer wird verlangt, dass er Tag für Tag seine arbeitsvertraglichen Pflichten erfüllt. Tut er das nicht, riskiert er seinen Job. Aber was, wenn sich der Chef selber weder an seine Zusagen, noch an Gesetze oder Tarifverträge hält?

Im Familienbetrieb Autohaus Schwitalla GmbH, Marburg, sind die ca. 30 Mitarbeiter/innen des Citroen- und Peugeot-Händlers über Jahre bewusst über den Löffel balbiert und ausgenutzt worden. Als die Mitarbeiter/innen im Frühjahr 2013 sich eine gesetzliche Vertretung, einen Betriebsrat, wählten, ging‘s dann erst richtig rund.

An die Unberechenbarkeit ihres Chefs waren die Beschäftigten ja fast schon gewöhnt. Aber jetzt steigerten sich Schikanen und Demütigungen, gipfelten in Bespitzelung und fristlosen Kündigungen."

Das komplette Flugblatt zum Ansehen und download

Wißmar, 08.10.2013     Die IG Metall Mittelhessen macht die Wahlvorstände für die Betriebsratswahlen 2014 fit. Die Gewerkschaft berät, schult und qualifiziert die Wahlvorstandsmitglieder für ihre Arbeit. Diese müssen bekanntlich die Betriebsratswahlen vorbereiten und durchführen.

Die 1. Schulung für Wahlvorstandsmitglieder fand am 08. Oktober 2013 im Bürgerhaus Wißmar statt. In die Materie führten ein: Lotte Wolf, Fachanwältin für Arbeitsrecht von der Kanzlei Woeller in Wetzlar und Ferdinand Hareter, IG Metall Mittelhessen.

Anhand der von der IG Metall zur Verfügung gestellten Hilfen und Wahlmaterialien wurde die Vorbereitung und Durchführung einer Betriebsratswahl simuliert, die Thematik ausgiebig erörtert, Fragen wurden beantwortet, Hilfestellung geleistet. Selbst "alte Hasen" beurteilten die Schulung als hilfreich und notwendig. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: "Es gibt doch immer wieder etwas Neues."

Die nächsten Schulungen stehen an. Nachzulesen auf dieser Homepage, bitte nach unten scrollen.

Betriebsratswahlen 2014

Was ist denn überhaupt ein Betriebsrat?

Revolution Bildung und prekäre Situation junger Menschen auf Tagesordnung

Ortsjugendausschuss leitet die Delegiertenversammlung

Der Ortsjugendausschuss übernahm am 12. September auf der Delegiertenversammlung der IG Metall Mittelhessen das Zepter. In einer kurzweiligen Veranstaltung beschäftigten sich die Delegierten mit der neuen Jugendkampagne der IG Metall-Jugend Revolution Bildung und mit Perspektiven und Zukunftsaussichten der jungen Generation in Europa und Deutschland.

Die Jugendlichen erzählten eindrücklich von ihren Erfahrungen in der „schönen neuen Arbeitswelt“. Gekennzeichnet von Befristungen, Zukunftsängsten und unsicherer Zukunft hangeln sich viele junge Menschen von einem Arbeitsvertrag zum nächsten. Mit dem Appell an die anwesenden Delegierten, die seit 2012 tariflich geregelte unbefristete Übernahme in den Betrieben durchzusetzen und die Jugend zu unterstützen, aber auch zu fordern und einzubinden, beendete der Ortsjugendausschuss die Sitzung mit einer Luftballonaktion zur Revolution Bildung.

Besonderer Dank gilt dem Ortsjugendausschuss Mittelhessen, der die Delegiertenversammlung geplant und durchgeführt hat. Außerdem wollen wir uns für die sehr guten Redebeiträge der jungen Kolleginnen und Kollegen aus dem OJA und von der Arbeitsgemeinschaft für gewerkschaftliche Fragen aus Marburg bedanken!

Gießen, 01. Juni 2013 - Für die ca. 38.000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Mittelhessen gibt es ab 1. Juli 2013 mehr Geld. Der Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie Hessen garantiert eine Erhöhung der Entgelte ab Juli 2013 um 3,4 und ab Mai 2014 um weitere 2,2 Prozent. Der Tarifvertrag endet nach 20 Monaten, also Dezember 2014. Die Auszubildenden-Vergütungen erhöhen sich entsprechend. Dann muss neu verhandelt werden.

Vom Tarifabschluss der IG Metall profitieren alle. Die Beschäftigten und ihre Familien. Händler, Gewerbetreibende und Kaufleute werden ihren Nutzen aus der gestiegenen Kaufkraft ziehen. Die Sozialversicherungskassen erhalten höhere Beiträge und nicht zuletzt kassiert auch der Staat mehr Lohnsteuer.

Mit den Grundentgelten und den Ausbildungsvergütungen erhöhen sich für die Beschäftigten auch die tariflichen Leistungszulagen, das Weihnachts- und Urlaubsgeld usw. In den neuen Entgelttabellen kann jede(r) Beschäftigte(r) nachsehen, mit wieviel mehr sie/er rechnen und planen kann.

Auf Wunsch senden wir diese auch gerne zu. Für Fragen stehen wir natürlich jederzeit und gerne zur Verfügung.

Exide muss wieder in den Flächentarifvertrag

250 demonstrierten für Tarifbindung

Büdingen, 15. Mai 2013 - Die IG Metall Mittelhessen hatte aufgerufen und fast alle der anwesenden Mitarbeiter/innen des Büdinger Spezialbatterienherstellers Exide Technologies - früher Sonnenschein - waren gekommen. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Demonstranten vor dem Werkstor auf 250, weil auch Freunde, Familienangehörige und Mitarbeiter vom Standort Lauterberg die Kolleginnen und Kollegen am Fuße des Vogelsbergs unterstützten.

Zorn und Wut beherrschten während der zweistündigen Aktion - im Werk selbst ging nichts mehr - die Szene. Betriebsrat und IG Metall fordern die Exide auf, wieder in den Flächentarif zurückzukehren. Die Geschäftsleitung hatte den Anerkennungstarifvertrag der den Beschäftigten die Normen der Fläche sicherte, zum 30. April 2013 gekündigt. Damit aber nicht genug, wurde von den Herren im Anzug auch gleich die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich gefordert.

Das erzeugt nicht nur Unmut bei den Beschäftigten. Man wolle sich nicht ausbeuten lassen, so Karl-Hans Milow, Betriebsratsvorsitzender. Für gute Arbeit wolle man auch guten Lohn. Das heute immer wieder vorgeschobene Argument: Man müsse konkurrenzfähig werden, sei genau so falsch wie zynisch. Niedrige Löhne garantierten eben keinen wirtschaftlichen Erfolg.

Sollte sich die Geschäftsleitung nicht in Richtung Flächentarif bewegen, werden die Aktionen weiter ausgedehnt, erklärten IG Metall und Betriebsrat unisono. Dass die Beschäftigten da mitmachen werden, steht außer Zweifel. Die wären am Liebsten schon mal durch Büdingen demonstriert, anstatt die Aktion vor dem Werkstor zu beschränken.

Mehr Geld ab 1. Juli

Das erste Tarifergebnis liegt vor

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

der Verband der Bayrischen Metallarbeitgeber (VBM) und die IG Metall haben sich in der Nacht zum 15. Mai 2013 in München auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Es ist davon auszugehen, dass dieser Tarifvertrag am morgigen Donnerstag, 16. Mai 2013, auch für Hessen übernommen wird. Dann steigen die Entgelte für die 38.000 in der Region Mittelhessen beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Metall- und Elektroindustrie um insgesamt 5,6 Prozent. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 20 Monate.

Bedanken möchten sich die IG Metall Mittelhessen, und auch ich mich ganz persönlich, bei den 2.600 Kolleginnen und Kollegen, die sich in den letzten Tagen an den Warnstreiks und Aktionen der IG Metall-Verwaltungsstelle Mittelhessen beteiligt haben. Es ist eine unumstößliche Tatsache, dass es einen Tarifabschluss, egal, wie man den persönlich bewerten mag, ohne Aktionen und Warnstreiks in und vor den Betrieben, auf den Straßen und Plätzen so nicht gegeben hätte. Dafür sagen wir herzlichen Dank.

Das Ergebnis im Einzelnen

• Für die Monate Mai und Juni gelten die bisherigen Entgelttabellen weiter.

• Ab 1. Juli steigen die Entgelte dann für 10 Monate um 3,4 Prozent.

• Zum 1. Mai 2014 steigen die Entgelte für 8 Monate um weitere 2,2 Prozent.

• Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2014.

• Keine betrieblichen Öffnungsklauseln.

Die IG Metall Mittelhessen wird das Tarifergebnis in ihren Gremien beraten und bewerten. Sie wird den Tarifabschluss, die Beteiligung in Mittelhessen und die durchgeführten Aktionen und Warnstreiks gründlich und sorgfältig analysieren und die hoffentlich notwendigen und richtigen Schlüsse für die Zukunft daraus ziehen. Dabei setzen wir weiter auf Eure tatkräftige Mithilfe.

Mit solidarischem Gruß

gez. Stefan Sachs
1. Bevollmächtigter

Aktionstag bei Schunk

Warnstreiks bei Fritz Winter, Federal Mogul und Berkenhoff

Stadtallendorf, Heuchelheim, 14.05.2013  -  Die Warnstreiks der IG Metall zur Durchsetzung der Entgeltforderung von 5,5 % in der Metall- und Elektroindustrie wurden auch heute in Mittelhessen fortgesetzt. Rund 500 Kolleginnen und Kollegen von Fritz Winter, Federal Mogul, Berkenhoff (Warnstreiks) und Schunk (Aktionstag) beteiligten sich an den Aktionen der IG Metall. Wird in den Verhandlungen heute in München kein Ergebnis erzielt, droht ein flächendeckender Streik in der Metall- und Elektroindustrie.

Fritz Winter, Stadtallendorf: Für die 350 Kolleginnen und Kollegen der Eisengießerei war es bereits der zweite Warnstreik in dieser Tarifrunde. Wieder machten sie Druck für deutlich mehr Geld.

Federal Mogul, Stadtallendorf: Die ca. 50 Kolleginnen und Kollegen des Herstellers von Gleitlagern beteiligten sich ebenfalls das zweite Mal an den Warnstreiks. Gemeinsam mit den Kollegen von Fritz Winter demonstrierten sie durch Stadtallendorf und forderten 5,5 % mehr.

Schunk, Heuchelheim: 100 Kolleginnen und Kollegen der Schunkfirmen von Heuchelheim und Wettenberg unterstützen ihre IG Metall in der Tarifrunde 2013 mit einem Aktionstag. Da für Schunk ein Firmentarifvertrag Gültigkeit hat, dieser drei Monate länger läuft, als der Flächentarifvertrag, können sich die "Schunkianer" nicht am Warnstreik beteiligen.

Berkenhoff, Huchelheim: 20 Kolleginnen und Kollegen wurden von den "Schunkianern" am Werkstor abgeholt. Gemeinsam demonstrierte man durch Heuchelheim zu Kundgebung vor dem Schunk-Hauptgebäude.

Fritz Winter und Federal Mogul

150 machten Druck in Wetzlar

Demonstration vor dem Arbeitgeberverband

Wetzlar, 13.05.2013  -  150 Kolleginnen und Kollegen machten Druck auf den Arbeitgeberverband in Wetzlar. Sie trafen sich vor Satisloh, diese stellten bei weitem die meisten Teilnehmer/innen. Dann zog man weiter zum Arbeitgeberverband "gesamtmetall".

Hier forderten die Demonstranten 5,5 % mehr Entgelt. Redner waren u.a.: Angela Banfield-Fox, Conti; Jakob Walter, Leica Microsystems und der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen, Stefan Sachs.

Die "Warnstreiker" ließen sich die gute Laune und Zielstrebigkeit weder vom Nieselregen, noch von den Auslassungen des Chefs des Arbeitgeberverbandes Mittelhessen, Herrn Hohn, vermiesen.

Streikbereitschaft in Mittelhessen steigt

Warnstreiks bei Duktus, Mahle und KAMAX

Wetzlar, Wölfersheim, Homberg, 8.5.2013  -  Während die einen nicht wissen wohin mit ihrer Kohle, müssen die Leistungsträger der Gesellschaft, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, um jeden Cent kämpfen. Die einen plagen sich jeden Tag mit der Frage, ob sie ihr Geld besser in Immobilien, im Ausland oder für Luxusgüter anlegen sollen? Die anderen müssen zusehen, wie sie das tägliche Leben für sich und ihre Lieben finanzieren. Für letztere ist eine deutliche Entgelterhöhung für Essen, Miete, Strom, Benzin und Heizung unabdingbar.

Deshalb ist die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Entgelt in der Metall- und Elektroindustrie nicht mehr als gerecht, vernünftig und wirtschaftlich richtig. Das Angebot der Arbeitgeber von 1,9 Prozent mehr wird folgerichtig in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Mittelhessen als Kampfansage denn als Angebot verstanden. Das befeuert die Streikbereitschaft.

Bei Duktus in Wetzlar kam die ganze Frühschicht zum Warnstreik heraus. Sechzig Kolleginnen und Kollegen des Röhrenherstellers in Wetzlar beteiligten sich an der Aktion der IG Metall Mittelhessen.

Bei KAMAX in Homberg gingen 350 Teilnehmer/innen vor das Tor. Bei bester Stimmung versprach man sich in die Hand: Man werde, wenn nötig weiterkämpfen. Bei einer weiteren Aktion will man den Warnstreik mit einer Demonstration durch Homberg aufpeppen.

Bei Mahle in Wölfersheim waren es, beim bereits dritten Warnstreik, wieder nahezu alle Kolleginnen und Kollegen der Mittagschicht die den Druck in der Tarifrunde 2013 durch ihre Arbeitsniederlegung auf die Arbeitgeber erhöhten.

Kampfesstimmung bei Weiss Umwelttechnik

Bereitschaft zum Streik

Lindenstruth, 7.5.2013  -  Eine gute, wenn nicht sogar sehr gute Kampfesstimmung war heute morgen während des Warnstreiks bei Weiss Umwelttechnik in Lindenstruth auszumachen. Ca. 300 Beschäftigte waren dem Aufruf der IG Metall Mittelhessen gefolgt und hatten die Arbeit niedergelegt. Auffallend viele Jugendliche waren unter den "Warnstreikern".

Zu den Streikenden sprachen: Hans Joachim Haas, Betriebsratsvorsitzender Weiss Umwelttechnik; Uwe Schmidt und Pietro Coladangelo, Betriebsratsvorsitzender und Betriebsratsmitglied bei Schunk, Heuchelheim sowie der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen, Stefan Sachs und der Gewerkschaftssekretär Uwe Wallbrecher.  

Nächstes Jahr wollen wir dabei sein

Warnstreiks sind äußerst wichtig

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Gießen, 7.5.2013  -  Die Beschäftigten von Emhart Teknologies in Gießen wollen demnächst bei den Warnstreiks mit dabei sein. Man ist die Rolle des Zuschauers bei den Tarifrunden leid. Fast jede und jeder findet es gut, wenn es mehr Geld gibt. Aber jede und jeder muss auch etwas dafür tun. Tariferhöhungen fallen nicht vom Himmel. Auf gute Argumente allein, hat die Arbeitgeberseite noch nie reagiert.

Ohne Warnstreik und die überzeugende Drohung auch richtig streiken zu können, wird keine Gewerkschaft ernst genommen - sprich: gibt es kein befriedigendes Ergebnis. Mit Warnsteiks wird auf die Arbeitgeber Druck gemacht.

Druck machen will man nächstes Jahr auch bei Emhart Teknologies in Gießen und Linden. Klar sind sich alle: Dazu brauchen wir natürlich mehr Mitglieder. Und genau darum will man sich jetzt verstärkt kümmern.

 

Kein Grund zur Zurückhaltung

Auch Emhart-Mitarbeiter für 5,5 % mehr Geld

Linden, 6. Mai 2013  -  Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Emhart Teknologies GmbH in Linden erwarten von der Tarifrunde 2013 ein deutliches Plus für sich und ihre Familien. Gerade bei Emhart Teknologies gebe es gar keinen Grund zur vornehmen Zurückhaltung. Bei der Flugblattverteilung heute morgen, gab es nur zustimmende Äußerungen zur Forderung und Haltung der IG Metall im aktuellen Tarifkonflikt. Dass mit den Warnstreiks Druck gemacht werde, auf die Arbeitgeber, sahen die allermeisten als notwendiges und legitimes Mittel an.

Warnstreik der Frühschicht bei Mahle

Die Produktion stand komplett still

Wölfersheim, 3. Mai 2013 - Ca. 100 Kolleginnen und Kollegen der Frühschicht bei Mahle Wölfersheim haben heute Mittag die Arbeit niedergelegt. Die Produktion stand komplett still. Während des zweistündigen Warnstreiks, von 12 - 14 Uhr, sprachen u.a. der Betriebsratsvorsitzende, Thomas Raupach und der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen, Stefan Sachs, zu den Streikenden.

Auch bei den Kolleginnen und Kollegen von Mahle Wölfersheim erzeugt das ärmliche "Angebot" der Metall-Arbeitgeber Wut und Entschlossenheit. Wir fordern 5,5 % mehr Entgelt und lassen uns nicht mit Almosen abspeisen, brachte es ein Kollege auf den Punkt. Stefan Sachs, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Mittelhessen  macht in so gut wie allen Betrieben der Region Mittelhessen eine hohe Streikbereitschaft aus. Die sei auch notwendig, um den Arbeitgebern eine deutliche Entgelterhöhung abzutrotzen.

Flugblattverteilung bei Pfeiffer

Mit der Tariferhöhung kann man planen

Aßlar, 3. Mai 2013  -  Im Rahmen der Tarifauseinandersetzung um höhere Entgelte in der Metall- und Elektroindusrie Hessen wurden heute morgen auch Flugblätter bei Pfeiffer Vacuum in Aßlar verteilt.

Bei Pfeiffer Vacuum war die freiwillige Zulage dieses Jahr massiv gekürzt worden. Im Gegenzug wurde beim Vacuumpumpenhersteller die Dividende für die Aktionäre drastisch erhöht. Auch dieses Beispiel bewies einmal mehr: Auf tarifliche Entgelterhöhungen kann man sich verlassen, mit ihnen kann man planen, sie sind gerechter, dafür braucht man sich nicht bei der Geschäftsleitug zu bedanken, und vor allen Dingen - IG Metall Mitglieder haben einen Rechtsanspruch darauf.

Erster Tag der Warnstreiks

Warnstreiks bei Bosch Thermotechnik, Fritz Winter & Federal Mogul

Lollar, Stadtallendorf, 2. Mai 2013  -  400 Kolleg/innen in Lollar, 510 Kolleg/innen in Stadtallendorf. Am ersten Tag der Warnstreiks zur Durchsetzung der Tarifforderung von 5,5 % mehr Entgelt in der Metall- und Elektoindustrie zeigte sich Stefan Sachs, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Mittelhessen mehr als zufrieden. Die Zahl der Warnstreikenden bei Bosch Thermotechnik, Lollar; Fritz Winter und Federal Mogul; Stadtallendorf, habe deutlich gemacht, dass die Mitglieder der IG Metall voll hinter der Tarifforderung der Metallgewerkschaft stünden.

Sie hätten gezeigt, dass sie bereit seien, für ihre berechtigten Forderungen auch auf die Straße zu gehen. Sachs forderte die Arbeitgeber auf, von ihrer Provokation - einem Angebot von 1,9 % - abzurücken und endlich ernsthaft zu verhandeln. Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie hätten eine ordentliche Entgelterhöhung nicht nur verdient, sondern auch nötig.

800 erklären sich mit den Kollegen von BTT Lollar solidarisch

Investitionen statt Arbeitsplatzabbau

Lollar, 02. Mai 2013  -  An der Demonstration für den Erhalt aller Arbeitsplätze bei Bosch Thermotechnik in Lollar beteiligten sich heute weit mehr als 300 Kolleginnen und Kollegen. Nach der Demonstration vom Werk, durch die Lollarer Innenstadt zum Festplatz konnten auf dem sich anschließenden Solidaritätsfest mehr als 800 Teilnehmer/innen und Gäste gezählt werden. Darunter die Bürgermeister aus Lollar und Staufenberg, der DGB-Regionsvorsitzende, Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus ganz Mittelhessen, wie z.B. von Schunk, Heuchelheim; Continental, Wetzlar; Pfeiffer Vacuum, Aßlar; Mahle, Wölfersheim und nicht zuletzt von Berkenhoff, Kinzenbach. Unter besonderem Beifall wurden die Kolleginnen und Kollegen von den BTT Standorten Eibelshausen, Arnstadt und Neukirchen bei Chemnitz sowie von dem Bosch-Standort, Loos aus Gunzenhausen begrüßt.

Unter dem starken Befall der Teilnehmer forderten Betriebsrat und IG Metall unisono Investitionen in die Zukunft um damit alle Arbeitsplätze zu sichern. Man war sich einig: Mit Arbeitsplatzabbau macht man keine Firma zukunftssicher.

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Für unsere Kollegen von der Eisengießerei Fritz Winter, Stadtallendorf; Mahle, Wölfersheim und Pfeiffer Vacuum GmbH in Wetzlar war die zweite Tarifverhandlung für die Metall- & Elektroindustrie Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz schnell abgehakt. Die Offerte der Metallarbeitgeber mochte keiner überhaupt als Angebot zu bezeichnen.

Arbeitgeber provozieren

Ab Mai Warnstreiks auch in Mittelhessen

Auch die zweite Verhandlungsrunde in der Metall- & Elektroindustrie für die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland am Montag in Saarbrücken ging ohne Ergebnis zu Ende. Die Arbeitgeber schlugen eine Lohnerhöhung von 2,3 Prozent vor – bei einer Laufzeit von 13 Monaten.

"Unterm Strich bedeutet das Angebot nicht einmal 2 Prozent mehr", so der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen, Stefan Sachs. "Da blieb nur eins: Ablehnen. Wir fordern nach wie vor 5,5 % und dabei bleiben wir."

Ein neuer Termin für Verhandlungen wurde nicht vereinbart. So wird es wohl schon im Mai zu Warnstreiks in den Metall- und Elektrobetrieben, auch in der Region Mittelhessen, kommen. 3.000 Metallerinnen und Metaller, darunter ca. 100 aus Mittelhessen, demonstrierten vor dem Verhandlungslokal für ihre Forderung von 5,5 % mehr Entgelt.

Bosch Thermotechnik will auch in Lollar Arbeitsplätze vernichten

"Alle Verlustbringer werden eliminiert."

In Lollar weht ein rauher Wind

Die 1.300 Mitarbeiter von Bosch Thermotechnik GmbH, Lollar, stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die Umstrukturierungspläne der Firmenleitung könnten nach Einschätzung des Betriebsrats und der IG Metall Mittelhessen mehr als 200 Kolleginnen und Kollegen den Job kosten. Bosch Thermotechnik, ein Unternehmen der Bosch-Gruppe, soll für die Zukunft aufgestellt werden. Heizkessel will Bosch künftig in Tschechien, natürlich billiger, produzieren lassen.

Personalanpassungen, wie der kühl kalkulierte Personalabbau verharmlosend genannt wird, werden dabei nicht ausgeschlossen. Wie so oft, sollen Mitarbeiter für die Versäumnisse des Managements herhalten. Ganz offenbar hat Bosch Thermotechnik wichtige Entwicklungen verpennt und es unterlassen Innovationen voranzubringen. Von einer Unternehmenskultur wie auf der Homepage der Bosch-Gruppe propagiert, kann keine Rede sein. Dort behauptet Bosch:

„Unsere Unternehmenskultur macht uns einzigartig. Sie trägt dazu bei, dass unsere Mitarbeiter stolz darauf sind, bei uns zu arbeiten. Sie stiftet außerdem einen unvergleichlichen Zusammenhalt.“

In Lollar klingen solche Sätze den Mitarbeitern wie Hohn in den Ohren. Stolz auf sein Unternehmen dürfte momentan kaum jemand der dreizehnhundert Beschäftigten sein. Zorn trifft die Gemütslage der Beschäftigten da schon eher. Zorn, Wut, Enttäuschung.

„Ganz schlechter Stil!“ heißt es unisono. Die Firmenleitung setzte aber noch einen drauf. Sie will nach eigenen Aussagen "alle Verlustbringer eliminieren." Was für eine Sprache. Wir meinen: Instinktlos, niveaulos, geschmacklos. Voll daneben.

Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall werden diese Art Restrukturierung nicht kampflos hinnehmen. Momentan wird ein Solidaritätsfest für den 2. Mai in Lollar organisiert. Der Widerstand wächst.

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Erste Tarifverhandlung in Darmstadt

Arbeitgeber provozieren

Zum Auftakt der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie Hessen trafen sich demonstrierende Metallerinnen und Metaller vor dem Maritim-Hotel in Darmstadt um für 5,5 % mehr Lohn zu demonstrieren. Auch wir Mittelhessen waren mit einigen Bussen mit dabei. Drinnen saßen Arbeitgeber und Gewerkschafter um das erste Mal über die Forderung der Gewerkschaft zu verhandeln.

Ein gellendes Pfeifkonzert, übertönt von mehreren Buhrufen, schlug einem Arbeitgebervertreter der Verhandlungsdelegation des Arbeitgeberverbandes gesamtmetall entgegen. Dieser hatte den Demonstranten zugerufen, dass mehr wie zwei oder zweieinhalb Prozent nicht drin wären, in dieser Tarifrunde.

Ganz anders die IG Metaller. Unisono waren sich alle einig. Da die Forderung eh als sehr moderat empfunden wird, müsse ein Ergebnis sehr nahe an der Forderung liegen. In dieser ersten Tarifverhandlung wird allerdings kein Ergebnis erwartet.

Ortsvorstand der IG Metall Mittelhessen erarbeitet Jahresprogramm

Arbeitnehmerinteressen vertreten

Die Stärkung der Kaufkraft zur Konjunkturbelebung - sprich deutliche Lohnerhöhungen, unbefristete Übernahme nach der Ausbildung der jungen Menschen, die Abschaffung von Leiharbeit und befristeten Arbeitsverhältnissen, wurde von den achtzehn Ortsvorstandsmitgliedern der IG Metall Mittelhessen ebenso gründlich, wie nachdrücklich und leidenschaftlich diskutiert. Im Mittelpunkt stand immer die Frage: „Wie können wir Arbeitnehmerinteressen nachhaltig und erfolgreich vertreten?“

Einig waren sich alle Ortsvorstandsmitglieder darin, dass es zu einer wirksamen Interessenvertretung auch einer hohen Akzeptanz in den Belegschaften, wie in der Gesellschaft bedarf. Die Akzeptanz in Betrieb und Gesellschaft – und damit natürlich auch die Durchsetzungsfähigkeit - wachse oder falle folgerichtig mit der Mitgliederzahl einer Organisation. Deshalb hat der Ortsvorstand die Mitgliederwerbung als zentrales Ziel der IG Metall Mittelhessen für das kommende Jahr erklärt.

Man werde künftig deutlich machen müssen, dass z.B. Lohnerhöhungen nicht oder nicht mehr mit einer wachsenden Zahl an Trittbrettfahrern zu erreichen seien, so der 1. Bevollmächtigte, Stefan Sachs.

Ein kalter Wind bläst den Metallerinnen und Metallern aus Mittelhessen nicht nur auf dem Bild hier entgegen.

Wochenendseminar zur Vorbereitung der Tarifrunde 2013

Kaufkraft stärken - Konjunktur ankurbeln

Sie alle wollen sich in der anstehenden Tarifrunde engagieren. Betriebsräte, Vertrauensleute und Jugendvertreter von Bosch Thermo Technik, Lollar; Federal Mogul, Stadtallendorf; Fritz Winter, Stadtallendorf; Monette, Marburg; Kamax-Werke, Homberg/Ohm; Schunk, Heuchelheim; Schunk Bahn- und Industrietechnik, Wettenberg.

 

Die Tarifrunde 2013 steht vor der Tür. Die IG Metall Mittelhessen will für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie eine deutliche Lohnerhöhung durchsetzen. Die Kaufkraft soll gestärkt und die Konjunktur angekurbelt werden. Während des 2tägigen Wochenendseminars zur Vorbereitung der Tarifrunde in der verdi-Bildungsstätte Gladenbach wurde von den 24 Teilnehmerinnen – Betriebsräten, Vertrauensleuten und Jugendvertretern – eingehend diskutiert wie, wann, wo und mit welchen Mitteln, including man-power, die diesjährige Tarifrunde in der Region Mittelhessen bestritten werden soll.

Von Freitag bis Samstag wurden konkrete Zeitpläne, die Kommunikation in der Region, notwendige Materialien, betriebliche und außerbetriebliche Aktionen bis hin zum Warnstreik besprochen. Absprachen wurden getroffen und Planungen begonnen. Man war sich einig darin, die Tarifrunde 2013 so sorgfältig und gründlich wie möglich vorbereiten zu wollen. Zu diesem Zwecke soll die Kommunikation und die Vernetzung untereinander verbessert werden.

Das nächste Seminar zur Vorbereitung der Tarifrunde mit Akteuren aus anderen Betrieben wird Freitag/Samstag, 1./2. März 2013 stattfinden.

Zum Vergrößern 1 x auf das jeweilige Bild klicken. (Alle Bilder: Werner Baumgärtner)

Betriebsräte-Schulung

Personalplanung nicht nur dem Chef überlassen

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Zu einem Seminar „Mitwirkungsrechte des Betriebsrats bei Personalplanung und Beschäftigungssicherung“ trafen sich Betriebsratsmitglieder aus der Region Mittelhessen. U.a. von Buderus Schleiftechnik, Aßlar; Duktus Rohrsysteme Wetzlar, Eisengießerei Fritz Winter, Stadtallendorf; Mahle, Wölfersheim; Pfeiffer Vacuum Technik, Aßlar und Weiss Umwelttechnik, Reiskirchen im Bürgerhaus Wieseck. Das zweitägige Seminar fand auf Initiative der IGM-Verwaltungsstelle Mittelhessen statt.

Während des Seminars wurden den Teilnehmer/innen rechtliche Grundlagen und Handlungsoptionen sowie deren Umsetzung im Betrieb vermittelt und diskutiert. Die Fachanwältin für Arbeitsrecht, Regina Steiner aus Frankfurt, machte deutlich, dass die Personalplanung nicht nur dem Chef überlassen werden dürfe. Jeder Betriebsrat habe einen gesetzlichen und in der Metallindustrie auch einen tariflichen Auftrag sich in die Personalplanung einzuklinken.

§ 92 BetrVG (Betriebsverfassungsgesetz) gebe den Beschäftigtenvertretungen die Möglichkeit bei Personalbedarf, Personalbeschaffung, Personalentwicklung und Personaleinsatz ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Darüber hinaus gebe es weitere Paragraphen im Gesetz, die den Betriebsräten Mitbestimmungs- und Initiativerechte sowie Unterrichts- und Beratungsrechte an die Hand gäben. Nur müssten diese auch genutzt werden. Dies geschehe leider nur sehr unzureichend.

Die Teilnehmer des Seminars verabredeten, sich künftig in Personalfragen besser und intensiver auszutauschen.

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